Debatte

„Macht die Kinder dümmer“

Brauchen Schulen eine Pause von der Digitalisierung?

Debatte - 29.11.2023 | 4 Perspektiven

Digitalisierung gilt derzeit im Bildungsbereich für alle Altersstufen als zeitgemäße Lösung von Bildungsfragen. Über 40 Fachleute aus dem Umfeld der Gesellschaft für Bildung & Wissen sehen das jedoch anders. Rund um die Verhandlungen über eine Neuauflage des Digitalpakts Schulen von Bund und Ländern verlangen sie ein Moratorium der Digitalisierung an Schulen und Kitas. Als Begründung führen sie an, dass sich die wissenschaftlichen Hinweise auf enorme Nachteile und Schäden für die Entwicklungs- und Bildungsprozesse von Kindern und Jugendlichen durch digitale Medien verdichten.

„Die wissenschaftliche Erkenntnis ist inzwischen, dass Unterricht mit Tablets und Laptops die Kinder bis zur 6. Klasse nicht schlauer, sondern dümmer macht“, begründet der Offenburger Medienpädagoge Ralf Lankau die Initiative, der sich weitere Koryphäen aus dem Bildungsbereich angeschlossen haben. Sie betonen in ihrer Petition zudem, dass die Schutzbefohlenen „nur ein Leben, nur eine Bildungsbiografie [haben] und wir dürfen damit nicht sorglos umgehen“.

Die Initiative fällt zusammen mit einer Studie über die Nutzung von Künstlicher Intelligenz wie ChatGPT in Schulen. Demnach haben Lehrkräfte binnen eines halben Jahres 25.000 virtuelle Klassenräume an Schulen eingerichtet, um mit künstlicher Intelligenz zu arbeiten. Digitalexperten sind jedoch der Meinung, dass die Digitalisierung in Deutschland, nicht zuletzt in Schulen, nach wie vor zu langsam verläuft. Braucht es also doch mehr Tempo? Oder sollte man bei der Digitalisierung auf die Stopp-Taste drücken?

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