Debatte
🗳 Brauchen wir eine Frauenquote in deutschen Unternehmen?
Auf dem Papier sind Frauen und Männer in Deutschland gleichberechtigt. Wer in die Führungsebenen deutscher Unternehmen schaut, sieht aber schnell: Die bestbezahlten Jobs gehen noch immer meistens an Männer. Im internationalen Vergleich schneidet Deutschland besonders schlecht ab. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes lag Deutschland in Sachen Führungspositionen von Frauen im Jahr 2020 im Vergleich zu anderen EU-Ländern nur im unteren Drittel, hinter Lettland und Polen.
Nur 14,6 Prozent der Positionen in den Vorständen börsennotierter Unternehmen in Deutschland sind zurzeit mit Frauen besetzt (
Mit der anstehenden Bundestagswahl könnte sich daran etwas ändern. Mehrere Parteien fordern aktuell, dass die bereits eingeführte Regelung, dass in Vorständen börsennotierten Unternehmen mit mehr als drei Mitgliedern mindestens eine Frau sitzen muss, zum Beispiel zu einer weitreichenden Frauenquote umgebaut wird.
Ob das geschieht, hängt von den Parteien ab, die die Wahl gewinnen. Während Parteien aus dem linken Spektrum das bereits verabschiedete „zweite Führungspositionengesetz“ voranbringen und weiterentwickeln möchten, halten konservative und liberale Parteien diese Art von Vorschriften für die freie Wirtschaft für keine gute Idee. Ist die Frauenquote der richtige Weg zur
Die wichtigsten Perspektiven
ARGUMENTE AUS DEN MEDIEN
DIE POSITIONEN DER PARTEIEN
Die Chancengleichheit verbessern
Eine 50/50 Quote einführen
„Willkürliche Quoten sind verfassungswidrig"
Lieber Selbstverpflichtungen für Unternehmen
Unabhängig vom Unternehmen: 50 Prozent Frauen
DIE ZEIT
Marcel Fratzscher
NEUE ZÜRCHER ZEITUNG (NZZ)
René Höltschi
DIE WELT