Debatte

🗳 Brauchen wir einen höheren CO2-Preis?

Debatte - 01.09.2021 | 10 Perspektiven

Bio-Gemüse, Öko-Strom, Elektro-Auto – im Alltag ist Klimaschutz auch eine Frage des Geldes. Und vor allem Strom und Benzin werden in den kommenden Jahren deutlich teurer werden. Denn seit diesem Jahr haben wir einen politisch festgelegten CO2-Preis in Deutschland, der in den nächsten Jahren kontinuierlich ansteigen soll.

Dieser wurde mit Jahreswechsel in den Sektoren Verkehr und Wärme eingesetzt. Das heißt konkret: Unternehmen, die etwa Benzin, Diesel oder Heizöl verkaufen, zahlen pro Tonne CO2, die dadurch ausgestoßen wird, einen extra CO2-Preis an den Staat – und münzen diesen an die Kunden um. Die Politik erhofft sich, die Treibhausgasemissionen so zu senken. Die Idee: Wenn die Preise steigen, ändert sich auch das Nutzungsverhalten von Verbraucher:innen. Klimaschädlicher Konsum wird plötzlich auch schädlich für den Geldbeutel. Es wird ökologischer konsumiert. Klingt einleuchtend.

Trotzdem ist die CO2-Bepreisung das wohl umstrittenste Klimaschutz-Instrument und deswegen auch heißes Wahlkampfthema für die anstehende Bundestagswahl. Denn viele Kräfte im Land – von links bis rechts – wehren sich gegen die CO2-Bepreisung. Oft monieren sie, ein CO2-Preis belaste vor allem Ärmere und Landbevölkerung, die sich bald Autofahren und Heizen nicht mehr leisten können. „Den Reichen sind ein paar Euro mehr egal“, warnt etwa der SPIEGEL.

Ist es nun also richtig, den CO2-Preis weiter anzuheben? Und welche Partei käme für Sie als Wähler:in in Frage, wenn sie für eine sanfte, für eine radikale, oder ganz gegen eine CO2-Bepreisung sind?

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