Debatte

Quo vadis Österreich?

Braucht es eher KI- statt Lateinunterricht?

Debatte - 12.02.2026 | 5 Perspektiven

Österreichs Bildungsminister Christoph Wiederkehr von den liberalen NEOS will den Lateinunterricht in der gymnasialen Oberstufe kürzen – und stattdessen Künstliche Intelligenz und Medienkompetenz unterrichten. Das sorgt aktuell für eine kontroverse Debatte in Deutschlands Nachbarland.

Ab 2027/28 sollen das Fach „Medien und Demokratie“ eingeführt und Informatik um Künstliche Intelligenz erweitert werden. Dafür sollen in den meisten Fällen nur noch zwei statt drei Stunden Latein pro Woche auf dem Stundenplan stehen. Viele sorgen sich vor diesem Hintergrund um die humanistische Bildung im Land – allen voran Intellektuelle. In einer Petition ist von einem „grundsätzlichen Angriff auf die geistige Substanz unseres Bildungssystems“ die Rede. Unterschrieben hat die Petition unter anderem auch Nobelpreisträgerin Elfriede Jelinek.

Bildungsminister Wiederkehr wiederum verteidigt seine Reform. Die Sorge um die humanistische Bildung ist für ihn unbegründet. Er sieht darin vielmehr die Chance, den Lehrplan an die modernen Zeiten anzupassen, so Wiederkehr in einem Gastbeitrag bei der österreichischen Tageszeitung DER STANDARD. Offenbar befürwortet auch eine Mehrzahl der Schulkinder und Eltern den Reformvorschlag. Quo vadis: Braucht es eher KI- statt Lateinunterricht?

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