Debatte

Vorstoß von Prien

Braucht es eine Migrationsquote an Schulen?

Debatte - 08.07.2025 | 4 Perspektiven

Bundesbildungsministerin (CDU) hat sich offen für die Einführung einer Obergrenze für Kinder mit Migrationshintergrund an Schulen gezeigt. In einem Interview am Donnerstag mit dem Nachrichtensender WELT-TV sprach Prien von einem „denkbaren Modell“ und erntete dafür viel Kritik von Schüler- und Lehrerverbänden.

Prien wurde in dem Interview zu ihrer Meinung nach einer solchen Obergrenze in Dänemark gefragt und sagte: „Ich finde, da macht es immer Sinn, sich die Erfahrungen aus anderen Ländern anzugucken, ob das 30 Prozent oder 40 Prozent dann am Ende sind.“ Entscheidend sei aber, dass Kinder, wenn sie in die Schule kämen, Deutsch könnten. „Am Ende geht es darum, einen etwas ausgewogeneren Mix in Schulen zu haben. Es geht übrigens auch nicht um Ausgrenzung. Und das ist auch nicht die Antwort auf alle Fragen. Aber es geht um eine Verteilung von Kindern auf Schulen“, so Prien weiter.

Die Bundesschülerkonferenz hat die Überlegungen von Prien hingegen zurückgewiesen. Ein solcher Vorschlag führe zur strukturellen Verfestigung von Rassismus an Schulen, erklärte die Bundesschülerkonferenz. Der Vorschlag der Bundesbildungsministerin setze „ein gefährliches Signal“, dass nicht alle Kinder gleich willkommen seien. Auch der Lehrerverband sieht die Idee kritisch. Präsident sagte, man lehne den entsprechenden Vorstoß ab. Generell ausländische Wurzeln eines Kindes zum Maßstab zu machen, sei nicht hilfreich.

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