Debatte

„No Kings“?

Entwickeln sich die USA unter Trump zu einer Autokratie?

Debatte - 29.10.2025 | 4 Perspektiven

In seiner zweiten Amtszeit verfolgt US-Präsident Donald Trump innenpolitisch eine umstrittene Agenda: Er schwächt rechtsstaatliche Institutionen, setzt Medien sowie politische Gegner:innen unter Druck und lässt die Nationalgarde in demokratisch regierte Städte einmarschieren. Expert:innen warnen vor einer Entwicklung der US-Demokratie hin zu einer Autokratie – einer Herrschaft durch eine einzelne Person oder Gruppe.

Dieses Unbehagen wächst auch in der Bevölkerung. Seit Oktober demonstrieren Millionen Menschen bei den „No Kings“-Protesten („Keine Könige“) überall in den USA gegen Trumps autoritären Führungsstil und den Abbau demokratischer Werte. Zuspruch erhält die Bewegung von zahlreichen Politbeobachter:innen. Der US-Politikwissenschaftler Steven Levitsky zeichnet bei TABLE MEDIA ein düsteres Bild der USA unter Trump. Er warnt, die USA seien in eine „milde Form des Autoritarismus“ abgerutscht – noch umkehrbar, aber zunehmend bedrohlich.

Der Publizist glaubt hingegen, dass die US-Demokratie trotz der aktuellen Herausforderungen stabil bleibe. Im Gespräch mit dem DEUTSCHLANDFUNK argumentiert er, dass die institutionellen Kontrollmechanismen in den USA, wie der Kongress und die Medien, weiterhin funktionierten. Dadurch sei eine Rückkehr zu demokratischen Normen möglich. Er sieht die USA unter Trump in einer Phase der politischen Polarisierung, aber noch nicht auf dem Weg in eine Autokratie.

Ist die US-amerikanische Demokratie also stärker als Trump, oder entwickeln sich die USA unter ihm zu einer Autokratie?

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