Debatte

Pläne für Höchstarbeitszeit

Hat der bisherige Acht-Stunden-Tag ausgedient?

Debatte - 15.05.2026 | 5 Perspektiven

Bei den Diskussionen um mögliche Arbeitsmarktreformen dreht sich momentan alles um eine Zahl: acht. So viele Stunden dürfen Beschäftigte in der Regel täglich in Deutschland arbeiten. Doch der traditionelle Acht-Stunden-Tag steht auf der Kippe. Die schwarz-rote Bundesregierung will eine wöchentliche statt eine tägliche Höchstarbeitszeit auf den Weg bringen.

Ende Juni will Arbeitsministerin Bärbel Bas (SPD) den Entwurf für ein neues Gesetz vorlegen, zusammen mit Plänen für eine elektronische Arbeitszeiterfassung. Das neue Gesetz könnte dazu führen, dass einzelne Arbeitstage 12 oder sogar 13 Stunden lang werden. Fachleute haben sogar extreme Beispiele errechnet, wonach bei einer Sechs-Tage-Woche sogar bis zu 73,5 Stunden Wochenarbeitszeit zusammenkommen könnten.

Details zu den kommenden Regelungen sind noch unklar. Allerdings bringen sich die politischen Lager bereits in Stellung. Vor allem wirtschaftsnahe Stimmen begrüßen, dass man Arbeit so flexibler gestalten kann, denn wer an einem Tag länger arbeitet, kann dafür an anderen diese Arbeitszeit ansparen. Gewerkschaften und Sozialverbände wiederum fürchten zusätzliche Belastungen. So stellt sich die Frage: Hat der bisherige Acht-Stunden-Tag ausgedient?

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