Debatte

2000 Besuche in drei Monaten

Ist es richtig, dass die Bundeswehr an Schulen auftritt?

Debatte - 22.04.2026 | 5 Perspektiven

Bundesverteidigungsminister (SPD) will die Bundeswehr personell stärken. Bis Anfang des kommenden Jahrzehnts soll die aktive Truppenstärke in den kommenden Jahren auf 203.000 Personen anwachsen, später sogar auf 260.000. Doch dafür braucht es Nachwuchs. Deswegen schaltet die Bundeswehr nicht nur großflächig Werbung, sondern ist auch in den Schulen aktiv.

Bereits seit Jahren besuchen Jugendoffiziere regelmäßig Jugendliche an Schulen und sprechen über sicherheitspolitische Themen. Allein in den ersten drei Monaten 2026 hat die Bundeswehr bundesweit mehr als 2000 Mal Schulen besucht. Das geht aus einer Antwort des Verteidigungsministeriums auf eine Kleine Anfrage der Linken-Fraktion hervor. Die mit Abstand meisten Schulbesuche gab es demnach in Bayern, wo die Bundeswehr 562 Auftritte absolvierte. Das ist bereits halb so viel wie im ganzen Jahr 2025. Damals gab es 1100 Auftritte im Freistaat.

Vor allem linke politische und gesellschaftliche Kreise sehen die Auftritte der Bundeswehr an Schulen kritisch. Sie warnen regelmäßig vor einer Militarisierung im Klassenzimmer. In ihren Augen sollten die Schulen vielmehr ein geschützter Raum sein. Andere argumentieren, dass sich auch junge Menschen mit der aktuellen Sicherheitslage auseinandersetzen müssen. So stellt sich die Frage: Ist es richtig, dass die Bundeswehr an Schulen auftritt?

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