Debatte

Künstliche Intelligenz macht Schule

Ist ChatGPT eine Chance für die Bildungslandschaft?

Debatte - 14.04.2023 | 6 Perspektiven

Referate, Aufsätze und andere Hausaufgaben in Sekundenschnelle: Seit der Einführung von ChatGPT im vergangenen November ist dieser Traum für viele Schüler:innen näher gerückt. Mit dem kostenlosen Textgenerator des US-Unternehmens OpenAI ist Künstliche Intelligenz (KI) in den Klassenzimmern angekommen. Die KI beantwortet Fragen und generiert Texte binnen Sekunden. Das eröffnet viele Möglichkeiten, birgt aber auch Risiken.

In Nordrhein-Westfalen hat das Schulministerium deswegen bereits einen Leitfaden zum Umgang mit ChatGPT entwickelt. Darin wird dafür plädiert, Chancen und Risiken gegeneinander abzuwägen. „Ein generelles Verbot, KI-Anwendungen zu nutzen, steht nicht zur Debatte“, betonte NRW-Schulministerin Dorothee Feller (CDU) in einer Pressemitteilung Ende Februar. Stattdessen sollen sowohl die Funktionsweise als auch gesellschaftliche Auswirkungen von KI-Textgeneratoren im Unterricht aufgegriffen werden. In Hessen wird daran gearbeitet, ChatGPT mithilfe eines Lern-Chatbots in den Unterricht zu integrieren.

Mit einem Verbot sorgte hingegen die Stadt New York Anfang des Jahres für Aufsehen: Der größte Schulbezirk der USA sperrte den Zugang zu ChatGPT an öffentlichen Schulen, weil „negative Auswirkungen auf das Lernen der Schülerinnen und Schüler“ zu befürchten seien. Auch der Präsident des nordrhein-westfälischen Lehrerverbandes, Andreas Bartsch, glaubt, dass Künstliche Intelligenz die Lehre verändern wird – jedoch nicht unbedingt zum Schlechten. Zentral sei es, jungen Menschen beizubringen, wie Textgeneratoren zu nutzen sind. „Dann kann und darf das den Unterricht auch bereichern“, so Bartsch in den WESTFÄLISCHEN NACHRICHTEN. Überwiegen also die Chancen? Ist ChatGPT eine Chance für die Bildungslandschaft?

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