Debatte
Maßnahmen gegen Russland: Wie effektiv sind die Sanktionen des Westens wirklich?
Die Liste der Sanktionen des Westens gegen Russland wird immer länger. Erst Dienstagabend hat die EU ein viertes Sanktionspaket verabschiedet, das etwa künftige Investitionen in den russischen Energiesektor verbietet und einen Exportstopp von Luxusgütern nach Russland verhängt. Auch den berühmten russischen Multimilliardär Roman Abramowitsch treffen jetzt gezielte Strafmaßnahmen. Da er als Putin-Vertrauter gilt, werden seine Vermögenswerte in Europa eingefroren. Dazu gehört unter anderem der britische Fußballclub FC Chelsea.
Das Kalkül ist klar: Die Kosten sollen für Putin ins unermessliche steigen, sodass er seinen Angriffskrieg in der Ukraine endlich beendet. Tatsächlich zeigen die eingefrorenen Vermögen, der SWIFT-Ausschluss russischer Großbanken, die Einreiseverbote ihre Wirkung – der Wert des Rubels, der russischen Währung, rutscht gerade in den Keller. Doch Russlands Präsident Wladimir Putin – der zeigt sich von den harten Sanktionsmaßnahmen bislang wenig beeindruckt. Russische Truppen führen ihren Angriff in der Ukraine ungehindert fort, die Hauptstadt Kiew steht auch an diesem Mittwoch wieder unter Beschuss.
Auch aus diesem Grund kommen mehr und mehr Zweifel über die Wirksamkeit der Sanktionen auf. „Strafmaßnahmen schwächen die Wirtschaft, aber nicht zwangsläufig auch das Regime“, schreibt etwa die
Wie effektiv sind also die Wirtschaftssanktionen gegen Russland? Vermögen sie Putin umzustimmen und den Krieg gegen die Ukraine zu beenden?
Die wichtigsten Perspektiven
Pro
Contra
David A. Andelman
POLITICO USA
THE CONVERSATION
THE GUARDIAN
NEWSWEEK
Philip Pilkington