Debatte

Vorwurf „Kriegspropaganda“

Müssen Deutschlands Schüler kriegs- und krisentüchtig werden?

Debatte - 12.11.2025 | 4 Perspektiven

Eine Schule im Saarland bietet neuerdings das Unterrichtsfach „Blaulicht“ an. Dabei lernen die Schüler:innen, wie man Brände löscht, Fluchtrucksäcke packt oder Rettungsringe benutzt. Das Interesse an dem Fach ist offenbar groß, auch Behörden und Politik haben sich Medienberichten zufolge bereits nach dem Unterricht erkundigt.

Der Fall der Saarländer Schule ist Teil einer größeren Debatte: Seit dem russischen Angriffskrieg auf die Ukraine steht nämlich immer wieder die Frage im Raum, wie vorbereitet gerade auch junge Menschen auf reale Krisensituationen sind, also ob sie wissen, was im Kriegs- oder Krisenfall zu tun wäre. Bundesinnenminister (CSU) ist skeptisch. Er hatte die Idee geäußert, dass solche Szenarien an den Schulen geübt werden sollten. Konkret schlug er dafür im HANDELSBLATT eine Doppelstunde vor, in der darüber diskutiert wird, welche Bedrohungsszenarien es geben kann, und wie man sich darauf vorbereitet.

Militärfachleute sehen tatsächlich eine reale Gefahr, dass Russland bis zum Ende des Jahrzehnts auch NATO-Gebiet angreift. Doch viele halten diese Befürchtungen für übertrieben. Vor allem in linken politischen und medialen Kreisen steht vielmehr die Aufrüstungspolitik der Bundesregierung in der Kritik. Sie kritisieren eine „Kriegstreiberei“. So stellt sich die Streitfrage: Müssen Deutschlands Schüler:innen wirklich kriegs- und krisentüchtig werden?

Die wichtigsten Perspektiven

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