Debatte

Petition fordert Altersgrenze

Müssen wir Social Media für Jugendliche verbieten, um sie zu schützen?

Debatte - 20.06.2025 | 4 Perspektiven

Es war ein Fall, der selbst erfahrenen Ermittlerkreisen an die Nieren gegangen ist: Ein 20-jähriger Hamburger hat unter dem Namen „White Tiger“ im Netz gezielt Jugendliche dazu getrieben, sich zu verletzen oder sogar zu töten. Der Fall hat auch die Diskussionen um ein Social-Media-Verbot weiter befeuert. Im Kern geht es dabei vor allem um eine Altersbeschränkung.

Eine Petition mit fast einhunderttausend Unterzeichnern fordert eine strikte Altersgrenze von 16 Jahren für soziale Medien – wie schon für Alkohol und manche Filme. Hintergrund sind die mittlerweile in zahlreichen Studien nachgewiesenen Gefahren, darunter Suchtverhalten oder die Verbreitung von extremistischen oder gewalttätigen Inhalten. Andere Länder versuchen sich bereits an solchen Gesetzen, auch in der EU gibt es entsprechende Pläne.

Auf Bundesebene sprechen sich Justizministerin (SPD) und Bildungsministerin (CDU) für eine gesetzlich verankerte Altersgrenze beim Zugang zu sozialen Medien aus. Allerdings gibt es auch Zweifel. Denn es gilt vor allem als fragwürdig, wie die Verbote umgesetzt und kontrolliert werden sollen. Müssen wir Social Media trotzdem für Jugendliche verbieten, um sie zu schützen?

Die wichtigsten Perspektiven

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