Nach Butscha: Lässt sich der Ukraine-Krieg überhaupt noch lösen – ohne auf Russland zuzugehen?
Energie-Embargo, Sanktionen, Waffenlieferungen: Das sind die Optionen, die der Anti-Kriegs-Koalition aktuell bleiben, um den russischen „Vernichtungskrieg“ zu beenden, wie er seit dem mutmaßlichen Massaker in Butscha vielfach bezeichnet wird. Denn Zugeständnisse an Russland in Form von Landabtretungen oder eines neutralen Status der Ukraine wolle man idealerweise vermeiden. Und auch eine militärische Intervention kommt aktuell nicht infrage – zu hoch sei das Risiko.
„Wie, durch wen und wann sich der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine beenden lässt, ist derzeit – man muss das so deutlich sagen – vor allem Gegenstand von Spekulationen“, heißt es auf der Grimme-preisgekrönten und auf Russland spezialisierten Onlineplattform DEKODER realistisch. Eine Antwort gebe es allerdings nicht. „Aber es gibt Handlungsoptionen und Instrumente, die die russische Führung dazu bringen könnten, militärisch einzulenken.“
Bei der Idee des Energie-Embargos geht es um einen Importstopp von russischem Öl und Gas in Europa. Damit erhofft man sich, dem Kreml wirtschaftlich so sehr zu schaden, dass sich Putin zur Beendigung des Krieges gezwungen sieht. Mit umfassenderen Waffenlieferungen könne man die ukrainische Armee so bestärken, dass sie den russischen Angriff militärisch aufhalten kann. Und eine dritte, sehr umstrittene Idee, ist der Versuch, Putin als Machthaber zu stürzen. Denn viele sehen vor allem in seiner Person die treibende Kraft hinter der russischen Aggression gegen die Ukraine.
Doch können diese Strategien den russischen Angriffskrieg tatsächlich beenden? Können sie Europa den Frieden wiederbringen, ohne Russland mit Zugeständnissen entgegenkommen zu müssen?
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