Debatte

„Putin muss verstehen, dass auch ihm die Nase gebrochen werden kann“: Sollte es eine Flugverbotszone über der Ukraine geben?

Debatte - 24.03.2022 | 6 Perspektiven

Der Journalist und amtierende Präsident des Autor:innenverbands PEN-Club, , hat jüngst mit einer Forderung nach einer Flugverbotszone in der Ukraine für Aufregung gesorgt. Bei der Eröffnungsveranstaltung des Literaturfestivals Lit Cologne am 15. März forderte Yücel ein direktes Eingreifen der NATO in den Russland-Ukraine-Krieg. Die NATO solle den ukrainischen Luftraum vor russischen Bombenangriffen schützen. Fünf ehemalige Präsidenten haben daraufhin seinen Rücktritt gefordert: Die Forderung nach einer Flugverbotszone widerspreche der Charta des PEN-Club, für eine in Frieden lebende Menschheit einzutreten.

Yücel ist nicht der einzige Prominente, der sich für ein entsprechendes Vorgehen ausspricht. Auch der Kremlkritiker drängt den Westen zu einer Flugverbotszone über der Ukraine. Denn Putin werde bei der Ukraine nicht haltmachen, sollte Russland das Land einnehmen. „Putin muss verstehen, dass nicht nur er jemandem die Nase brechen kann, sondern auch ihm die Nase gebrochen werden kann. Erst wenn seine Nase gebrochen sein wird, wird man mit ihm reden können“, fordert Chodorkowski in der WELT die Flugverbotszone mit drastischen Worten.

Gegen eine Flugverbotszone spricht die Angst vor einer Eskalation des Krieges. Bei der Durchsetzung einer Flugverbotszone trete die NATO in den Krieg mit Russland ein, so die Kritik. Diese Haltung vertritt auch Bundeskanzler (SPD). Das bedeute auch ein Aufeinanderprallen mehrerer Atommächte.

Ist die Gefahr einer Eskalation zu groß? Oder muss die NATO vielmehr in den Krieg eingreifen und eine Flugverbotszone einrichten, um Putin Einhalt zu gebieten?

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