Debatte
Sind romantische Beziehungen mit KI-Chatbots problematisch?
Liebesbeziehungen mit einer Künstlichen Intelligenz (KI) klingen bizarr, sind aber bereits gelebte Realität – und ein Milliardengeschäft. Apps wie Replika bieten hunderttausenden Menschen die Möglichkeit, sich Love-Bots zu erstellen, um digitale Partnerschaften zu führen. Deshalb wird bereits seit längerem darüber diskutiert, ob es für Menschen – oder sogar eine Gesellschaft – gesund ist, sich in eine KI zu verlieben.
Laut der Philosophin Eva Weber-Guskar können Love-Bots Gefühle der Einsamkeit mildern. Und auch Personen mit chronischen Schmerzen helfe es, sich mit einer App zu unterhalten. „Man kann immer wieder von den Schmerzen erzählen und die App ist nie gelangweilt, sondern reagiert immer voller Empathie“, erklärt die Philosophin bei DLF NOVA. Zudem könne die Unterhaltung mit einem Love-
Die Sozialpsychologin Paula Ebner hält Love-Bots dagegen für problematisch – vor allem hinsichtlich Kindern und Jugendlichen sowie Personen mit psychischen Erkrankungen. Der TAZ sagte sie, diese Gruppen könnten sich nicht so leicht abgrenzen und die App nicht einfach löschen, wenn es toxisch oder gefährlich werde. Nicht alle Chatbots seien nämlich auf gute Persona programmiert; manche beeinflussten Menschen negativ oder manipulierten. Zudem sei es ein gesellschaftliches Risiko, wenn Freund:innen oder Familie vernachlässigt werden, weil jemand zu viel Zeit mit dem Bot verbringt, warnt die Sozialpsychologin.
Können Love-Bots also auch zur Hilfe für Menschen werden? Oder sind romantische Beziehungen mit KI-Chatbots grundsätzlich problematisch?
Die wichtigsten Perspektiven
Pro
Contra
THE NEW YORK TIMES
Maia Szalavitz
THE DECODER
THE CONVERSATION
THE NEW YORKER