Debatte

Verbale sexuelle Belästigung

Sollte „Catcalling“ künftig bestraft werden?

Debatte - 02.09.2025 | 4 Perspektiven

Die SPD-Bundestagsfraktion will verbale sexuelle Belästigung – das sogenannte Catcalling – strafbar machen. Das sagte die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Sonja Eichwede zu Wochenbeginn im Interview mit dem Nachrichtenmagazin STERN. Sie betonte: „Diese Gesetzeslücke muss geschlossen werden. Solch ein Verhalten können wir nicht tolerieren.“

Unter „Catcalling“ versteht man obszöne und sexuelle Gesten, Rufe und Beleidigungen, oft von Männern gegenüber Frauen und Mädchen. In einigen EU-Ländern wie Spanien, Frankreich, oder den Niederlanden ist Catcalling bereits strafbar. In Deutschland gibt es seit Jahren immer wieder Petitionen, die sich für eine Strafbarkeit aussprechen – bislang allerdings ohne Erfolge. Auch aktuell gibt es politischen Gegenwind: Die Union lehnt die SPD-Pläne klar ab.

Die rechtspolitische Sprecherin der Unionsfraktion, Susanne Hierl, sprach von „Symbolgesetzgebung“. Wichtiger sei ein gesellschaftliches Bewusstsein dafür, „dass solche verbalen Belästigungen schlicht inakzeptabel sind und die soziale Missbilligung solcher Verhaltensweisen“. Ist das ausreichend? Oder sollte das sogenannte „Catcalling“ strafbar werden?

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