Debatte
🗳 Sollte der europäische Emissionshandel ausgeweitet werden?
Autos, Industrie, Fleischkonsum – dass wir mit unserem Lebensstil im Westen zu viel CO2 ausstoßen, ist kein Geheimnis. Klar ist auch, dass sich dieser CO2-Ausstoß nicht hierzulande, sondern weltweit enorm reduzieren muss, wenn der
Das Prinzip hinter dem Emissionshandel ist simpel: Unternehmen und Staaten dürfen nur eine bestimmte Menge an CO2 ausstoßen. Wer mehr ausstößt, muss sich dieses Recht erkaufen. Es müssen dann sogenannte CO2-Zertifikate gekauft werden. Damit wird ein finanzieller Anreiz geschaffen, CO2-sparender zu wirtschaften, weil der Ausstoß automatisch zu Mehrkosten führt. So weit das Prinzip.
Erstmals eingeführt wurde der Emissionshandel im Rahmen des Kyoto Protokolls: 191 Staaten haben sich zu einer gemeinsamen Obergrenze für CO2-Emissionen verpflichtet. Staaten, die mehr ausstoßen, müssen Zertifikate kaufen; Staaten, die weniger ausstoßen können ihre CO2-Zertifikate verkaufen. Zusätzlich hat die EU das sogenannte EU-Emissionshandelssystem (EU ETS) eingeführt. Es funktioniert nach demselben Prinzip. Allerdings handeln hier nicht Staaten, sondern europäische Unternehmen aus der Energie-, Stahl-, Papier-, Baustoff- und Keramikbranche mit Emissionsrechten.
Je nachdem, wer die Bundestagswahl gewinnt, könnte deses Emissionshandel-System nun ausgeweitet werden. Die EU-Kommission und einige der großen Parteien in Deutschland, wie beispielsweise die Union, streben das an. Ihr Ziel ist es, die Zertifikate für Unternehmen teurer zu machen, zusätzlich soll der Handel auf die Bereiche Verkehr und Gebäude ausgeweitet werden. Allerdings halten das nicht alle für eine gute Idee. Denn durch den ausgeweiteten Emissionshandel werden die Kosten für Benzin und Heizöl steigen.
Einige Kritiker:innen des Emissionshandels finden, dass stattdessen strikte Vorgaben und gleiche Bedingungen für alle eingeführt werden sollten. Ansonsten könne man sich mit Geld ein Recht auf klimaschädliches Verhalten erkaufen.
Was spricht gegen dieses Recht? Welche positiven und negativen Konsequenzen hat der Emissionshandel? Und welche Parteien möchten ihn ausweiten?
Die wichtigsten Perspektiven
ARGUMENTE AUS DEN MEDIEN
DIE POSITIONEN DER PARTEIEN
Wir wollen Emissionshandel auch im Verkehrs- und Wärmesektor
Der CO2-Preis als eines von vielen Förderprogrammen
In jeder Hinsicht gegen Emissionshandel
Den Emissionshandel schnellstmöglich ausweiten
Der Emissionshandel soll nicht Leitinstrument sein
KLIMAREPORTER
Joachim Wille
DIE WELT
DIE TAGESZEITUNG (TAZ)
WESER-KURIER