Debatte

Neues Gesetz in Großbritannien

Sollte der Staat die Menschen vor dem Rauchen schützen?

Debatte - 07.05.2026 | 5 Perspektiven

Im Kampf gegen das Rauchen hat Großbritannien jetzt eines der schärfsten Gesetze weltweit beschlossen. Personen, die 2009 oder später geboren sind, sollen lebenslang keine Zigaretten kaufen dürfen. Dafür wird das Mindestalter für den Erwerb von Tabakprodukten jedes Jahr um ein Lebensjahr erhöht. Langfristiges Ziel ist eine rauchfreie Generation.

Zigaretten sind bereits jetzt in Großbritannien so teuer wie in kaum einem anderen europäischen Land. Eine herkömmliche Schachtel kostet rund 16 Euro. Auch andere Länder in Europa und weltweit gehen mit Beschränkungen gegen das Rauchen vor. In Frankreich beispielsweise ist das Rauchen seit Sommer 2025 an vielen öffentlichen Orten verboten. Die gesundheitlichen Risiken von Tabak und Co. sind hinlänglich bekannt. Allein in Deutschland entstehen dadurch jährlich direkte Krankheitskosten von rund 25 bis 30 Milliarden Euro.

Doch in der Debatte um Rauchverbote geht es nicht nur um die nationalen Gesundheitskosten. Vielmehr ist damit die Frage verbunden, wie sehr sich der Staat in unsere Lebensgewohnheiten einmischen sollte – selbst wenn es für einen vermeintlich guten Zweck ist, in diesem Fall unsere Gesundheit. So stellt sich die Frage: Sollte der Staat die Menschen vor dem Rauchen schützen?

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