Debatte

Debatte um Verteilung von Reichtum

Sollte die Erbschaftsteuer ausgeweitet werden?

Debatte - 09.09.2025 | 4 Perspektiven

Die Debatte um die Finanzierung des Bundeshaushalts 2027 hat die Frage nach einer gerechteren Verteilung von Reichtum in Deutschland neu entfacht. Die SPD um Bundesfinanzminister will sehr hohe Vermögen und Einkommen stärker in die Pflicht nehmen. Beim Koalitionspartner CDU/CSU stößt das auf heftige Kritik.

Superreiche und Großerben werden in Deutschland weitgehend von Steuern verschont. Entsprechend rücken sie bei Diskussionen um Gerechtigkeit im Land immer wieder in den Blick. Das betrifft nicht zuletzt Erben – und damit die Erbschaftsteuer. Bestimmte Vermögensarten sind von der Erbschaftsteuer befreit oder bekommen Begünstigungen. Dazu zählen etwa selbst genutztes Wohneigentum und Betriebsvermögen, wenn es gilt, Arbeitsplätze zu erhalten.

Bei der Diskussion geht es auch darum, mehr Einnahmen für die Staatskasse zu bekommen. Die Erbschaftsteuer bringt insgesamt weniger Geld ein als die Tabaksteuer. Im Jahr 2022 lagen die Einnahmen aus der Erbschaftsteuer bei rund neun Milliarden Euro, bei der Tabaksteuer waren es mehr als 14 Milliarden Euro. Keine Regierung traut sich, hier stärker zuzugreifen. Dabei ist die Frage aktueller denn je: Sollte die Erbschaftsteuer ausgeweitet werden?

Die wichtigsten Perspektiven

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