Debatte

Vorbild Australien

Sollte die EU ein gesetzliches Mindestalter für die Nutzung sozialer Netzwerke durchsetzen?

Debatte - 03.12.2025 | 4 Perspektiven

In Australien tritt in diesen Tagen ein Social-Media-Verbot für unter 16-Jährige in Kraft. Das Gesetz ist Vorbild für Europa, denn auch hier gibt es regelmäßig Diskussionen über eine Altersgrenze bei sozialen Medien. Unter anderem das Europäische Parlament will Jugendliche im Internet besser schützen und erhöht den Druck.

In der Vorwoche haben die australischen Abgeordneten mit 483 zu 92 Stimmen dafür gestimmt, soziale Medien, Videoplattformen und KI-Dienste erst ab 16 Jahren uneingeschränkt zu erlauben. Wer zwischen 13 und 16 Jahre alt ist, soll diese Dienste nur mit Zustimmung der Eltern nutzen dürfen. Minderjährige sollen so vor Suchtverhalten und gefährlichen Inhalten geschützt werden. Auch hierzulande fordert aktuell eine Elterninitiative eine gesetzliche Altersgrenze von 16 Jahren. Eine solche Altersgrenze soll es unter anderem auch in Dänemark geben.

Ausgerechnet das Deutsche Kinderhilfswerk spricht sich aber gegen Altersgrenzen aus. Der Verband kritisiert, dass solche pauschalen Verbote Kinder und Jugendliche entmündigen und ihnen das Recht auf digitale Teilhabe und den Aufbau von Medienkompetenz verweigern. So stellt sich die Frage: Sollte die EU ein gesetzliches Mindestalter für die Nutzung sozialer Netzwerke durchsetzen?

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