Debatte

15 Jahre nach Fukushima

Sollte Europa mehr auf Atomkraft setzen und sogenannte Mini-AKW fördern?

Debatte - 11.03.2026 | 5 Perspektiven

An diesem 11. März vor genau 15 Jahren ereignete sich im japanischen Fukushima die größte nukleare Katastrophe seit Tschernobyl. Der Unfall löste in Deutschland eine Debatte aus. Noch im selben Jahr beschloss der Deutsche Bundestag den Ausstieg aus der Kernenergie. Die letzten deutschen Atomkraftwerke wurden schließlich 2023 vom Netz genommen.

Allerdings stellt Deutschland eine Sonderrolle dar. Weltweit sind nur wenige Länder dem deutschen Beispiel gefolgt. Unter anderem Frankreich, Großbritannien oder auch die Niederlande planen den Bau neuer Atomkraftwerke. Die EU-Kommission will solche Investitionen fördern, die Gelder sollen aus dem Emissionshandel kommen. Vor allem sogenannte Mini-AKW sollen die Zukunft darstellen. Das hat EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen in dieser Woche auf einem Atomgipfel in Frankreich angekündigt und den Atomausstieg als einen „strategischen Fehler“ bezeichnet.

Damit ist in Deutschland erneut eine Debatte über Atomkraft losgebrochen. Vor allem konservative Stimmen sehen sich in ihrer Meinung bestätigt, dass der Atomausstieg ein Fehler war. Sie fordern eine Umkehr. Demgegenüber stehen die Meinungen vor allem aus dem linksliberalen Spektrum, die eine Rückkehr zur Atomenergie strikt ablehnen. So stellt sich die Frage: Sollte Europa mehr auf Atomkraft setzen und sogenannte Mini-AKW fördern?

Die wichtigsten Perspektiven

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