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#QuitGPT

Sollte man ChatGPT boykottieren?

Debatte - 31.03.2026 | 5 Perspektiven

ChatGPT ist für viele Menschen mittlerweile zu einem festen Bestandteil im Alltag geworden. Rund 900 Millionen Menschen nutzen den Chatbot des US-Forschungsunternehmens OpenAI. Doch eine Kampagne macht aktuell gegen ChatGPT Stimmung – und ruft die Nutzer:innen dazu auf, ihren Account zu deinstallieren.

Die Kampagne „QuitGPT“ stört sich vor allem an der Nähe von ChatGPT und anderer Tech-Firmen zur US-Regierung von Donald Trump. Dabei geht es nicht nur um Millionenspenden. Ende Februar hatte OpenAI-Chef Sam Altman eine Vereinbarung mit dem US-Verteidigungsministerium verkündet, um KI-Modelle in geheimen Militärnetzwerken einzusetzen. Auch bei der umstrittenen US-Einwanderungsbehörde ICE kommt ChatGPT zum Einsatz. Als Reaktion wandern Nutzer:innen jetzt massenhaft zum Chatbot Claude des Konkurrenzunternehmens Anthropic ab.

Auch hierzulande wird die Entwicklung aufmerksam verfolgt. Boykott-Aufrufe in der Tech-Branche hat es immer wieder gegeben, meist blieben sie ohne nachhaltigen Effekt. Doch diesmal gibt es erstmals leistungsfähige Alternativen. Die Wahl des KI-Assistenten ist damit nicht mehr nur eine technische, sondern auch eine politische Entscheidung. So stellt sich die Frage: Sollte man ChatGPT boykottieren?

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