Debatte
🗳 Sollte Sterbehilfe legalisiert werden?
Eine Debatte, die nicht nur bei dieser Bundestagswahl diskutiert wird, sondern seit vielen Jahren bei Bundestagssitzungen zu heftigen Auseinandersetzungen führt, ist die Sterbehilfe. Im Kern geht es um die Frage, wie weit der Staat gehen darf, um das Leben des Einzelnen zu schützen und ob Jede und Jeder selbst entscheiden können soll, sich das Leben zu nehmen.
Wer sich Hilfe sucht, um sich das Leben zu nehmen, macht von der Sterbehilfe Gebrauch. Sterbehilfe unterscheidet man in verschiedene Formen: Die aktive Sterbehilfe ist „Tötung auf Verlangen“ und beschreibt die Herbeiführung des Todes durch einen Dritten, zum Beispiel einen Arzt, der eine Giftspritze verabreicht. In Deutschland ist das verboten. Die passive Sterbehilfe meint, dass ein Arzt auf Willen des oder der Patient:in die Therapie einstellt, gar nicht erst beginnt oder die lebensverlängernden Maßnahmen abstellt. Das ist in Deutschland erlaubt. Der assistierte Suizid/ die Beihilfe zur Selbsttötung ist eine Grauzone. Dabei tötet sich der oder die Kranke selbst, zum Beispiel durch einen tödlichen Medikamentencocktail. Hilfe kann sein, dass jemand anderes diese Arzneimittel beschafft oder verschreibt. Das machen zum Beispiel Sterbehilfe-Vereine. Für sie ist diese Form der Sterbehilfe straflos. Für Ärzte ist die Rechtslage unklar.
Offiziell erlaubt ist in Deutschland also nur die passive Sterbehilfe. Obwohl das Bundesverfassungsgericht im vergangenen Jahr entschieden hat, dass das allgemeine Persönlichkeitsrecht aus dem
Haben sie Recht? Sollte Sterbehilfe in Deutschland einen legalen Rahmen bekommen? Oder haben Kritiker:innen Recht damit, dass dem Suizid als Geschäftsmodell damit Tür und Tor geöffnet wird?
Die wichtigsten Perspektiven
ARGUMENTE AUS DEN MEDIEN
DIE POSITIONEN DER PARTEIEN
Die Sterbehilfe soll nicht kommerzialisiert werden
Keine Position im Wahlprogramm
Die Sterbehilfe schafft eine Kultur des Todes
Für ein liberales Sterbehilfegesetz
Keine einheitliche Parteiposition
DEUTSCHE WELLE (DW)
Astrid Prange de Oliveira
BADISCHE ZEITUNG
EULEMAGAZIN