Debatte

„Rechtliche Beurteilung komplex“

Sollten Deutschland und die EU das Vorgehen der USA in Venezuela viel stärker kritisieren?

Debatte - 06.01.2026 | 5 Perspektiven

Am Wochenende hat US-Präsident Donald Trump Venezuela angreifen und Staatschef Nicolás Maduro außer Landes bringen lassen – und das ohne Mandat der Vereinten Nationen oder des amerikanischen Kongresses. Viele sehen darin einen klaren Völkerrechtsbruch. Doch mit deutlicher Kritik halten sich EU und Deutschland seitdem zurück.

Die EU-Kommission hat die US-Militärintervention in Venezuela lediglich als Chance für einen „demokratischen Übergang“ bezeichnet. Auch die deutsche Bundesregierung äußerte sich nur vage. Bundeskanzler (CDU) schrieb auf X, die rechtliche Einordnung des US-Einsatzes sei „komplex“ und man brauche dazu Zeit. Viel deutlicher äußerte sich die politische Opposition von Grünen und Linken.

Doch hinter der kaum geäußerten Kritik könnte auch Kalkül stecken – schließlich braucht die EU die USA weiter als Partner, unter anderem für eine Friedenslösung im Ukrainekrieg. Zum anderen sind Deutschland und die anderen europäischen Staaten militärisch von den USA abhängig. Ist die Reaktion der EU und Deutschlands auf die US-Militärintervention also angemessen? Oder sollten sie das Vorgehen der USA in Venezuela viel stärker kritisieren?

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