Debatte

Bildquelle | Urheber: Sven Mandel | Wikimedia Commons | CC BY SA 4.0
„Teil der kulturellen DNA“

Sollten die Texte von Gangsta-Rapper Haftbefehl im Schulunterricht behandelt werden?

Debatte - 05.11.2025 | 5 Perspektiven

Die Netflix-Produktion „Babo“ ist derzeit in Deutschland in aller Munde. Im Zentrum der Dokumentation steht Aykut Anhan, besser bekannt als Rapper Haftbefehl. Die Doku zeichnet seinen Weg von seinen schwierigen Anfängen bis hin zu seinem kometenhaften Aufstieg nach und beleuchtet dabei auch seine psychischen Probleme und seinen Drogenkonsum.

Themen wie Drogensucht, soziale Ungleichheit und die Lebensrealität von Menschen mit Migrationshintergrund in Deutschland verarbeitet Haftbefehl bereits seit Jahren in seinen Songtexten. Das kommt vor allem bei Jugendlichen an. Haftbefehl sei ein Teil ihrer „kulturellen DNA“, sagt beispielsweise Luca Dobrita. Der Stadtschulsprecher von Anhans Heimatstadt Offenbach fordert deshalb, dass die Musik und das Leben des Rappers im Unterricht thematisiert werden. Konkret könne man Haftbefehl im Deutschunterricht, im Politikunterricht und im Musikunterricht analysieren. Das zuständige Kultusministerium hat die Forderungen in einer ersten Reaktion abgelehnt. Dort heißt es: Weder die Texte des Rappers noch sein kontroverses Auftreten in der Öffentlichkeit stehen im Einklang mit dem Bildungs- und Erziehungsauftrag, den die Schulen erfüllen.

Allerdings haben Schulen durchaus Freiraum, Dokus und Texte für den Unterricht auszuwählen, wenn sie damit Kompetenzen vermitteln, die laut Kompetenzlehrplan erworben werden sollen. Damit könnten die Texte von Haftbefehl in der Theorie durchaus verwendet werden. Auch Lehrkräfte zeigen sich dafür offen. So stellt sich die Frage: Sollten die Texte von Gangsta-Rapper Haftbefehl im Schulunterricht behandelt werden?

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