Debatte

Debatte um Anforderungen

Sollten Gymnasien Klassiker wie Goethe und Schiller häufiger in einfacher Sprache behandeln?

Debatte - 15.01.2026 | 4 Perspektiven

Immer mehr Berliner Gymnasien greifen im Unterricht offenbar auf vereinfachte Versionen von Literaturklassikern zurück. Darüber hatte vor rund einer Woche der TAGESSPIEGEL berichtet – und damit eine Debatte über heutige Anforderungen im Bildungsbetrieb losgetreten.

Bei den vereinfachten Fassungen handelt es sich um Werke aus der Reihe „Einfach klassisch“ aus dem Cornelsen Verlag. Der renommierte Schulbuchverlag gibt neben Unterrichtsmaterialien unter anderem auch den Duden heraus. Bei den vereinfachten Werken handelt es sich etwa um „Romeo und Julia“, „Wilhelm Tell“ oder „Faust“. Die vereinfachten Versionen sind kürzer, in verständlicherer Sprache geschrieben und enthalten unterstützende Elemente wie Worterklärungen, Infoboxen oder Bilder. Das soll Lesefrust vermeiden und Lesemotivation fördern.

Ursprünglich war die Reihe vor allem für Haupt-, Real- und Gesamtschulen konzipiert worden. Mittlerweile hat man laut einem Verlagssprecher aber den Eindruck, „dass zunehmend auch Lehrkräfte an Gymnasien gerne mit der Reihe arbeiten“. Vor allem konservative Medien sehen darin eine Kapitulation und einen weiteren Niedergang der einstigen Bildungsnation. Ist es tatsächlich so schlimm? Oder sollten Gymnasien Klassiker wie Goethe und Schiller häufiger in einfacher Sprache behandeln?

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