Debatte
Milliarden an Kosten für Versicherer
Sollten Hausbesitzer eine Pflichtversicherung gegen Klimaschäden abschließen müssen?
Bereits am Wochenende hatten heftige Unwetter weite Teile des Landes heimgesucht. Nun droht dem Wetterdienst zufolge auch ein ungemütliches Pfingstwochenende, vor allem im Südwesten und Süden. Bei solchen schweren Gewittern kann es schnell gefährlich werden – und teuer.
Naturkatastrophen in Deutschland haben Versicherer, wie zum Beispiel Versicherungsunternehmen, im vergangenen Jahr 5,7 Milliarden Euro gekostet – und zwar allein im Bereich der Sach- und Kfz-Versicherungen. Das hat vor wenigen Tagen der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) in Berlin mitgeteilt. Ursachen waren vor allem auf Starkregen, Überschwemmungen, Sturm und Hagel. Es ist auch nicht davon auszugehen, dass dieser Betrag in diesem Jahr sinkt. In diesem Zusammenhang ist die Frage nach einer Pflichtversicherung für sogenannte Elementarschäden – also Schäden durch die Natur und nicht durch eine Person – in die Diskussion zurückgekehrt.
Da viele Elementarschäden nicht von bestehenden Versicherungen abgedeckt sind, greift der Staat im Notfall mit Steuergeldern ein. Damit beteiligen sich alle an den Kosten, auch die Menschen, die das gar nicht betrifft. Die Regierung unter Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) will das mit der Einführung der Pflichtversicherung ändern. GDV-Hauptgeschäftsführer Jörg Asmussen widerspricht dem. „Eine Pflichtversicherung allein verhindert keine Schäden. Was wir brauchen, ist ein Naturgefahren-Gesamtkonzept“, fordert er stattdessen. Ist eine Pflichtversicherung für Hausbesitzer gegen Klimaschäden also sinnvoll?
Die wichtigsten Perspektiven
Das solltest du wissen, damit du das Thema verstehst und an Diskussionen teilnehmen kannst.
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