Debatte

Wildtier im Jagdgesetz

Sollten sogenannte Problemwölfe schneller abgeschossen werden dürfen?

Debatte - 19.12.2025 | 5 Perspektiven

Der Wolf soll wieder in das deutsche Jagdrecht aufgenommen werden. Das hat das Bundeskabinett am Mittwoch beschlossen. Dadurch sollen sogenannte Problemwölfe leichter getötet werden können, also Tiere, die Zäune überwinden und Nutztiere reißen. Diese Wölfe sollen in Zukunft auch dort abgeschossen werden dürfen, wo ihr Bestand gefährdet ist. Zuvor hatte die EU bereits ihren Schutzstatus abgeschwächt.

Der Deutsche Jagdverband (DJV) begrüßt, dass der Wolf ins Jagdrecht aufgenommen wird. Es brauche eine nachhaltige Bestandskontrolle, die den Wolf als Art schütze und gleichzeitig Konflikte mit Nutztieren reduziere, sagte Pressesprecher Torsten Reinwald. Umweltschutzverbände kritisieren die geplanten Änderungen zum möglichen Abschuss von Wölfen. „Weniger Wölfe bedeuten nicht automatisch weniger Risse“, warnt unter anderem der Naturschutzbund Deutschland (NABU).

Laut Gesetzentwurf gab es im vergangenen Jahr rund 1.100 Vorfälle, bei denen Wölfe rund 4.300 Nutztiere gerissen oder verletzt haben. Die Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zählt mehr als 1.600 Wölfe in rund 220 Rudeln, die wieder in Deutschland beheimatet sind – vor allem im Nordosten. Sollten sogenannte Problemwölfe schneller abgeschossen werden dürfen?

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