Debatte

Vorreiter bei Erneuerbaren

Taugt China als echtes Vorbild bei der Klimapolitik?

Debatte - 10.12.2025 | 5 Perspektiven

Die EU hat sich ein neues, verbindliches Zwischenziel für den Klimaschutz gesetzt. Bis 2040 sollen die Treibhausgasemissionen um 90 Prozent im Vergleich zu 1990 reduziert werden. Das soll den Weg bereiten, um bis 2050 klimaneutral zu werden. Die globale Temperaturentwicklung hängt allerdings weniger von der EU, sondern maßgeblich von China ab.

Denn die Volksrepublik mit ihren rund 1,4 Milliarden Einwohnern ist für rund ein Drittel der weltweiten klimaschädlichen Emissionen verantwortlich. Doch obwohl der Energiebedarf weiter steigt, ist in diesem Jahr erstmals der CO₂‑Ausstoß aus fossilen Quellen gesunken. Denn inzwischen gilt China auch als Vorreiter bei grüner Technologie. Anders als die aktuelle US-Regierung unter Präsident Donald Trump glaubt die Führung in Peking an einen menschengemachten Klimawandel und setzt daher massiv auf den Ausbau von Solar- und Windkraft.

Bei konkreten Verpflichtungen bleibt die Staatsführung jedoch vage. Offiziell will China den Höhepunkt seiner CO₂-Emissionen spätestens bis 2030 erreichen, bis 2060 strebt das Land Klimaneutralität an. Bei der Finanzierung von Klimafolgeschäden im sogenannten Globalen Süden hält sich China hingegen zurück. So stellt sich die Frage: Ist China ein echtes Vorbild für Klimapolitik?

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