Debatte
Hat der Westen im Umgang mit Russland versagt?
Anfang der Woche ist in der Ostukraine das eingetreten, wovor allen voran die USA bereits länger gewarnt hatten: Russland ist in den Donbass einmarschiert. Präsident Putin unterzeichnete am Montag ein Dekret, welches die Regionen Donezk und Luhansk als unabhängige Staaten anerkennt. Anschließend hat Putin Truppen entsandt; mit der Begründung, „Frieden, die Stabilität in der Region und die Stärkung der Sicherheit“ gewährleisten zu wollen.
Der Einmarsch russischer Truppen kam für Teile des Westens überraschend. Bis zu dem Beschluss Putins gab es noch Hoffnungen für eine friedliche Lösung des Ukraine-Konflikts: Am Donnerstag wollte sich US-Außenminister Blinken mit dem russischen Außenminister Lawrow treffen, um über eine Deeskalation zu verhandeln. Dieses Treffen ist nun vom Tisch. Der russische Einmarsch in die Ukraine habe begonnen, so Blinken. Russland habe die
In den Medien wird jetzt diskutiert, ob der Westen im Ukraine-Konflikt versagt hat. Der Russland-Ukraine-Experte
Demgegenüber werden Stimmen laut, die den Westen und dessen Herangehensweise in Schutz nehmen. Putin habe den militärischen Akt ohnehin längst geplant und alle weiteren diplomatischen Bemühungen seien ohnehin überflüssig gewesen. Man habe im Rahmen der Möglichkeiten alles gegeben.
Doch hat der Westen wirklich alles gegeben? Hätte man den Einmarsch verhindern können, indem man Putin entgegengekommen wäre? Oder hätte der Westen deutlich geeinter gegenüber Putin auftreten sollen?
Die wichtigsten Perspektiven
Pro
Contra
DER TAGESSPIEGEL
Claudia von Salzen
INFORADIO
DER STANDARD
Stefan Brändle
N-TV
DIE WELT
WIRTSCHAFTSWOCHE (WIWO)