DER TAG AUF EINEN BLICK

Guten Abend, spätestens ab dem 1. November erhalten die meisten Arbeitnehmer:innen in Deutschland keine staatliche Unterstützung mehr, wenn sie wegen eines COVID-19-Verdachts in Quarantäne müssen und nicht geimpft sind. Das haben die Gesundheitsminister:innen von Bund und Ländern nach wochenlangen Diskussionen am gestrigen Mittwoch beschlossen. Bundesgesundheitsminister…

THEMA DES TAGES

(Bildquelle | Urheber: Engin Akyurt | Pixabay | Pixabay License)

Mehr „Fairness“ gegenüber Geimpften: Streit um Quarantäne-Dienstausfall für Ungeimpfte

23.09.2021 | 8 Perspektiven ZUM THEMA

DAS THEMA IN 30 SEKUNDEN

Spätestens ab dem 1. November erhalten die meisten Arbeitnehmer:innen in Deutschland keine staatliche Unterstützung mehr, wenn sie wegen eines COVID-19-Verdachts in Quarantäne müssen und nicht geimpft sind. Das haben die Gesundheitsminister:innen von Bund und Ländern nach wochenlangen Diskussionen am gestrigen Mittwoch beschlossen. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn…

8 PERSPEKTIVEN ZUM THEMA

(Von ZDF zum Teilen des Artikels geteiltes Vorschaubild)

Lohnfortzahlung: Das gilt ab 1. November bei Quarantäne für Beschäftigte

Lohnfortzahlung: Das gilt bald bei Quarantäne
22.09.2021 3 Minuten Deutsch
ZDF
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DIE PERSPEKTIVE IN 30 SEKUNDEN

Grundsätzlich haben Beschäftigte, die wegen einer Quarantäne-Anordnung zu Hause bleiben müssen, in den ersten sechs Wochen Anspruch auf Lohnersatz durch den Staat in voller Höhe, ab der siebten Woche in Höhe von 67 Prozent. Am 22. September haben die Gesundheitsminister:innen von Bund und Ländern jedoch…

ANMERKUNG DER REDAKTION

ZDF.DE ist die Onlinepräsenz des öffentlich-rechtlichen ZWEITEN DEUTSCHEN FERNSEHENS (ZDF). Das ZDF ist eine der größten Sendeanstalten in Europa und hat ihren Sitz in der rheinland-pfälzischen Landeshauptstadt Mainz. Als Teil des öffentlich-rechtlichen Rundfunks finanziert sich der Sender vor allem über den Rundfunkbeitrag und ist per…

Gegen Impfmüdigkeit hilft nur Zermürbungstaktik

Impftempo zum Verzweifeln: Jetzt hilft nur noch eine Zermürbungstaktik
22.09.2021 3 Minuten Deutsch
REDAKTIONSNETZWERK DEUTSCHLAND (RND) Tim Szent-Ivanyi
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DIE PERSPEKTIVE IN 30 SEKUNDEN

Trotz aller Hoffnungen sei die Impfkampagne längst an ihre Grenzen gestoßen, stellt Journalist Tim Szent-Ivanyi resigniert fest. Wer sich bislang nicht hat impfen lassen, den werde man auch durch Appelle an die Solidarität und die Mitmenschlichkeit nicht mehr erreichen. „Hier hilft nur eine Art Zermürbungstaktik,…

ANMERKUNG DER REDAKTION

Tim Szent-Ivanyi ist ein deutscher Journalist und Korrespondent im Hauptstadtbüro des REDAKTIONSNETZWERKS DEUTSCHLAND. Er schreibt hauptsächlich über gesundheits- und sozialpolitische Themen und unter anderem für die FRANKFURTER RUNDSCHAU, den WESER KURIER sowie für GESUNDHEIT UND GESELLSCHAFT DIGITAL. Das REDAKTIONSNETZWERK DEUTSCHLAND (RND) ist eine 2013 gegründete…
(Von SÜDDEUTSCHE ZEITUNG zum Teilen des Artikels geteiltes Vorschaubild)

Die Entscheidung ist hart, aber richtig – und wird doch nicht ausreichen

Der deutsche Rumpelpfad zur Immunisierung
22.09.2021 3 Minuten Deutsch
SÜDDEUTSCHE ZEITUNG Henrike Roßbach
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DIE PERSPEKTIVE IN 30 SEKUNDEN

Die Journalistin Henrike Roßbach hält den Verdienstausfall für Ungeimpfte in Quarantäne für eine harte, aber richtige Entscheidung. „Wer sich nicht impfen lassen will, bringt sich und andere in Gefahr“, argumentiert die Korrespondentin im Parlamentsbüro der SÜDDEUTSCHEN ZEITUNG. Sie erinnert daran, dass die Entschädigungen für Dienstausfälle…

ANMERKUNG DER REDAKTION

Henrike Roßbach ist seit 2018 Korrespondentin im Parlamentsbüro der SÜDDEUTSCHEN ZEITUNG. Sie hat nach ihrem VWL-Studium die Kölner Journalistenschule besucht. In ihrer journalistischen Laufbahn ist sie bereits Wirtschaftsredakteurin und Wirtschaftskorrespondentin in der Parlamentsredaktion der FAZ gewesen. Bei der SÜDDEUTSCHEN ZEITUNG berichtet sie hauptsächlich über die…
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Mehr Druck auf Ungeimpfte bedeutet mehr Fairness für Geimpfte

Keine Rücksicht mehr für Impfskeptiker!
22.09.2021 2 Minuten Deutsch
INFORADIO Eva Ellermann
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DIE PERSPEKTIVE IN 30 SEKUNDEN

„Mehr Druck für Ungeimpfte bedeutet mehr Fairness für die Mehrheit der Geimpften“, kommentiert Eva Ellermann im INFORADIO. Zwar sei Impfen nach wie vor eine persönliche Entscheidung. „Aber: Wer sich so entscheidet und nichts für die Gemeinschaft tut, kann nicht erwarten, dass die Gemeinschaft das fördert,…

ANMERKUNG DER REDAKTION

Eva Ellermann ist eine deutsche Reporterin und Redakteurin. Sie ist für den NDR, SWR und WDR aktiv. Ellermann ist derzeit außerdem ARD-Korrespondentin. In der jüngeren Vergangenheit hat sie vor allem über die COVID-19-Pandemie berichtet. Das INFORADIO ist Teil des der öffentlich-rechtlichen Sendeanstalt RUNDFUNK BERLIN-BRANDENBURG (RBB).…
(Von AUGSBURGER ALLGEMEINE zum Teilen des Artikels geteiltes Vorschaubild)

Die Impfpflicht-Hintertür öffnet sich weiter

Die Impfpflicht-Hintertür öffnet sich weiter
23.09.2021 1 Minute Deutsch
AUGSBURGER ALLGEMEINE Stefan Lange
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DIE PERSPEKTIVE IN 30 SEKUNDEN

Angesichts der stagnierenden Impfkurve sei guter Rat für die Politik teuer, räumt Stefan Lange ein. „Sie reagiert allerdings teilweise ziemlich billig“, urteilt der Hauptstadtbüroleiter der AUGSBURGER ALLGEMEINEN in seinem Kommentar zum Beschluss über den Dienstausfall bei Quarantäne. Die neue Regelung sei unter anderem deshalb falsch,…

ANMERKUNG DER REDAKTION

Stefan Lange ist Journalist und Leiter des Hauptstadtbüros der AUGSBURGER ALLGEMEINEN. Er ist außerdem Teamleiter des Politikressorts im Berliner Büro von DOW JONES NEWSWIRES und dem WALL STREET JOURNAL gewesen und hat in Berlin seit 2001 in verschiedenen Nachrichtenagenturen die Berichterstattung über das Kanzleramt betreut.…
(Von FRANKFURTER RUNDSCHAU (FR) zum Teilen des Artikels geteiltes Vorschaubild)

Der Beschluss zum Dienstausfall bei Quarantäne wird nach hinten losgehen

Schädlicher Beschluss
22.09.2021 1 Minute Deutsch
FRANKFURTER RUNDSCHAU (FR) Friederike Meier
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DIE PERSPEKTIVE IN 30 SEKUNDEN

„Die Bundesregierung will keine Impfpflicht, doch diese Regel wirkt ähnlich“, kommentiert Redakteurin Friederike Meier in der FRANKFURTER RUNDSCHAU (FR) den Beschluss über den Dienstausfall für Ungeimpfte bei Quarantäne. Zudem schiebe die Politik die Verantwortung auf die Arbeitgeber:innen ab. Meier zweifelt zudem an der Verhältnismäßigkeit. Wer…

ANMERKUNG DER REDAKTION

Friederike Meier ist eine deutsche Journalistin. Sie hat Geoökologie und Stadtökologie in Bayreuth und Berlin studiert. Von 2016 bis 2020 ist sie freie Journalistin gewesen und hat unter anderem für die TAZ Beiträge geschrieben. Im März 2020 hat Meier ein Volontariat bei der FRANFURTER RUNDSCHAU…
(Von BAYERISCHER RUNDFUNK (BR) zum Teilen des Artikels geteiltes Vorschaubild)

In der Pandemiebekämpfung bestraft Deutschland die Armen

Deutschland bestraft die Armen bei der Pandemie-Bekämpfung
22.09.2021 3 Minuten Deutsch
BAYERISCHER RUNDFUNK (BR) Hardy Funk
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DIE PERSPEKTIVE IN 30 SEKUNDEN

Die Entscheidung über das Aus von Lohnfortzahlungen bei Quarantäne zeigt in den Augen von Journalist Hardy Funk, dass Deutschland in der Pandemiebekämpfung auf immer härteren Druck und immer strengere Bestrafung setzt – und dabei auch nicht davor zurückschreckt, die Ärmsten am härtesten zu treffen, kritisiert…

ANMERKUNG DER REDAKTION

Hardy Funk ist ein deutscher Musikjournalist. Funk macht Beiträge für den Bayrischen Rundfunk und das SKUG-MAGAZIN FÜR POPKULTUR. Außerdem betreibt er den Podcast „Neue Welten“. Seine Schwerpunkte liegen in den Bereichen Popkultur und -musik sowie Sozialpolitik. Der BAYERISCHE RUNDFUNK (BR) ist die Landesrundfunkanstalt des Freistaats…
(Von PERSOBLOGGER.DE zum Teilen des Artikels geteiltes Vorschaubild)

Wie Arbeitnehmer:innen die Quarantäne-Regelungen einschätzen

50 % der Ungeimpften würden Arbeitgeber Quarantäne-Pflicht verschweigen
22.09.2021 2 Minuten Deutsch
PERSOBLOGGER.DE Stefan Scheller
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DIE PERSPEKTIVE IN 30 SEKUNDEN

Die Streichung der Lohnfortzahlung für Ungeimpfte in Quarantäne ist beschlossene Sache. Noch vor der bundesweiten Regelung hat die Jobplattform Indeed zusammen mit YouGov eine repräsentative Umfrage unter 2.216 Erwerbstätigen in Deutschland durchgeführt. Die wesentlichen Erkenntnisse der Umfrage fasst der Jurist Stefan Scheller für seinen Blog…

ANMERKUNG DER REDAKTION

Stefan Scheller ist ein deutscher Jurist und Blogger. Er hat Rechtswissenschaft in Würzburg studiert und sein zweites juristisches Staatsexamen abgelegt. Seit 2000 arbeitet Scheller für das Softwareunternehmen DATEV eG – zuletzt als Fachberater für Personalmarketing und Employer Branding. Seit 2013 entwickelte er mehrere Blog- und…

THEMA DES TAGES

Kleinparteien in der Bundestagswahl: Zünglein an der Waage?

23.09.2021 | 4 Perspektiven ZUM THEMA

DAS THEMA IN 30 SEKUNDEN

Drei Tage vor der Bundestagswahl treffen die Spitzenkandidat:innen aller sieben im Bundestag vertretenen Parteien am heutigen Donnerstagabend bei ARD und ZDF in einer Fernsehdiskussion aufeinander. Die zahlreichen anderen Parteien, die sich ebenfalls zur Wahl stellen, sind jedoch kaum im Fernsehen vertreten. Laut dem Berliner TAGESSPIEGEL…

4 PERSPEKTIVEN ZUM THEMA

(Von TAGESSCHAU.DE zum Teilen des Artikels geteiltes Vorschaubild)

Wer die kleinen Parteien sind und was sie wollen

Was die kleinen Parteien wollen
19.08.2021 3 Minuten Deutsch
TAGESSCHAU.DE
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DIE PERSPEKTIVE IN 30 SEKUNDEN

In einem Überblick stellt TAGESSCHAU.DE die Kleinstparteien in Deutschland vor, was sie wollen und welche Geschichte einige von ihnen hinter sich haben. „Zumindest eines kann niemand den kleinen Parteien vor der Bundestagswahl vorwerfen: An Ambitionen und ungewöhnlichen Vorschlägen mangelt es nicht“, resümieren die namentlich nicht…

ANMERKUNG DER REDAKTION

Das Online-Nachrichtenportal TAGESSCHAU.DE wurde 1996 veröffentlicht und diente zunächst als begleitendes Infoportal zur gleichnamigen Nachrichtensendung der ARD und anderer Nachrichtenangebote von ARD AKTUELL. Heute ist TAGESSCHAU.DE eine der meist aufgerufenen Informationsplattformen, eine Nachrichten-App und ein eigenständiges Medienangebot. Laut eigenen Angaben verzeichnet die Seite etwa 157…
(Von WESTDEUTSCHER RUNDFUNK (WDR) zum Teilen des Artikels geteiltes Vorschaubild)

Eine Stimme für eine Kleinstpartei ist keine für die Tonne

Eine Stimme für Kleinstparteien ist keine für die Tonne
18.09.2021 4 Minuten Deutsch
WESTDEUTSCHER RUNDFUNK (WDR) Caro Wißing
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DIE PERSPEKTIVE IN 30 SEKUNDEN

Die eigene Stimme einer Kleinstpartei zu geben, sei keine Verschwendung, findet WDR-Redakteurin Caro Wißing. Kleinstparteien würden immer aktueller: „Die Zeit der großen Volksparteien ist vorbei. Denn die erreichen nicht mehr die breite Bevölkerung – absolute Mehrheiten liegen in weiter Ferne.“ Auch wenn es unwahrscheinlich sei,…

ANMERKUNG DER REDAKTION

Caro Wißing ist eine deutsche Journalistin aus Nordrhein-Westfalen. Sie hat Arabisch-Islamische Kultur in Münster und Leipzig studiert. Nach dem Studium hat sie als Reporterin für RTL gearbeitet und an einem Journalisten-Austauschprogramm im Libanon teilgenommen. Derzeit arbeitet sie als Reporterin und Redakteurin beim WDR-Informationsmagazin „Aktuelle Stunde“.…
(Von DIE TAGESZEITUNG (TAZ) zum Teilen des Artikels geteiltes Vorschaubild)

Am Beispiel Berlin zeigt sich: Kleine Parteien sind ehrenwert, aber sinnlos

Ehrenwert, aber sinnlos
18.09.2021 4 Minuten Deutsch
DIE TAGESZEITUNG (TAZ) Erik Peter
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DIE PERSPEKTIVE IN 30 SEKUNDEN

Für das Engagement kleiner Parteien hat TAZ-Redakteur Erik Peter warme Worte übrig: „Sie können Leerstellen besetzen, radikaler sein als das Bestehende, Themen von außen setzen.“ Trotzdem sei es – wie das Beispiel Berlin zeige – sinnlos, eine Stimme an kleine Parteien zu geben. Denn sobald…

ANMERKUNG DER REDAKTION

Erik Peter ist ein deutscher Journalist und Redakteur. Er ist nach Angaben der TAZ „Redakteur für parlamentarische und außerparlamentarische Politik in Berlin, für Krawall und Remmidemmi“. Peter schreibt vor allem über links-aktivistische Themen und kritisiert regelmäßig die Berliner Wohnungspolitik. Die TAGESZEITUNG (TAZ) ist eine überregionale…

Die Fünf-Prozent-Hürde gehört abgeschafft

Warum die Fünf-Prozent-Hürde fallen muss
20.09.2021 4 Minuten Deutsch
KURT DIGITAL Kassandra Kreß
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DIE PERSPEKTIVE IN 30 SEKUNDEN

Die Fünf-Prozent-Hürde sei nicht mehr zeitgemäß, meint die Journalistin Kassandra Kreß im Campus-Magazin KURT DIGITAL. Es gebe genügend Beispiele, die zeigen: Auch mit geringeren oder gar keinen Sperrklauseln ist ein gutes Regieren möglich. Gleichzeitig sorge die Fünf-Prozent-Hürde dafür, dass jede Wahl Millionen von Wählerstimmen „ihre…

ANMERKUNG DER REDAKTION

Kassandra Kreß ist eine deutsche Journalistin. Sie hat Beiträge für ILA-WEB und das HANDELSBLATT verfasst. Derzeit schreibt sie für das Campusmagazin KURT.DIGITAL. Dabei behandelt sie Themen, die von Hochschulpolitik über Parlamentarismus bis zu Feminismus reichen. KURT DIGITAL bzw. das „Campusmagazin fürs Ruhrgebiet“ ist das Magazin…

DEBATTE DES TAGES

(Bildquelle | Urheber: StockSnap | Pixabay | Pixabay License)

Vorwurf Cancel Culture: Geht die Umbenennung von Kunstwerken in Dresdner Museen zu weit?

6 PERSPEKTIVEN ZUR DEBATTE

DIE DEBATTE IN 30 SEKUNDEN

Politisch korrekter Sprachgebrauch: Die einen finden ihn wichtig, die anderen übertrieben. Die Staatlichen Kunstsammlungen in Dresden haben sich dazu entschlossen, ihren Sprachgebrauch zu überdenken. Rund 140 Kunstwerke wurden umbenannt oder mit Anmerkungen versehen. Der Grund: „rassistische und anderweitig diskriminierende Objekttitel“. Aus der „Zigeunermadonna“ wurde nun…

PERSPEKTIVEN – 2 Positionen

PRO – 3 Perspektiven

(Von RHEINISCHE POST (RP) zum Teilen des Artikels geteiltes Vorschaubild)

Alte Kunst darf nicht nach heutigen Maßstäben gemessen werden

Lasst der Kunst ihre Zeit!
14.09.2021 1 Minute Deutsch
RHEINISCHE POST (RP) Martin Bewerunge
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DIE PERSPEKTIVE IN 30 SEKUNDEN

„Alte Kunst an heutigen Maßstäben zu messen, bedeutet, sie zu banalisieren oder zu relativieren“, schreibt Redakteur Martin Bewerunge in der RHEINISCHEN POST. Alte Werke heute umzubenennen, schieße deshalb am Ziel vorbei. Kunst zeige die Wahrnehmung der Künstler:innen zu der Zeit, in der sie gelebt haben,…

ANMERKUNG DER REDAKTION

Martin Bewerunge ist ein deutscher Politikredakteur. Er hat in Bonn Germanistik und Geschichte studiert. Nach dem Studium hat Bewerunge ein Volontariat bei der RHEINISCHEN POST (RP) absolviert und ist seither bei der RP beschäftigt. Derzeit ist er Leitender Redakteur Politik. Die RHEINISCHE POST ist eine…
(Von BILD zum Teilen des Artikels geteiltes Vorschaubild)

Mündige Bürger:innen setzen sich mit Geschichte auseinander, statt sie auszuradieren

Schluss mit der Zensur
14.09.2021 1 Minute Deutsch
BILD Hans-Jörg Vehlewald
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DIE PERSPEKTIVE IN 30 SEKUNDEN

In einem Kommentar in der BILD vergleicht Hans-Jörg Vehlewald, Chefreporter für Politik, die Umbenennung der Werke in den Dresdner Museen mit dem religiösen Bildersturm im 16. Jahrhundert. Mündige Bürger:innen könnten sich jedoch mit der Geschichte auseinandersetzen, statt sie auszuradieren, findet er. Dass Werke Namen tragen,…

ANMERKUNG DER REDAKTION

Hans-Jörg Vehlewald ist ein deutscher Journalist. Er hat in Berlin Politologie studiert und anschließend die Henri-Nannen-Schule für Journalismus besucht. Nach dem Studium hat Vehlewald zunächst beim NDR gearbeitet und sich anschließend als Redakteur und Korrespondent für den SPIEGEL engagiert. 2001 ist er zur BILD gewechselt.…

Mit ihrer politischen Korrektheit machen sich die Dresdner Museen lächerlich

Cancel Culture: Staatliche Museen in Dresden benennen 143 Kunstwerke um
20.09.2021 2 Minuten deutsch
KLEIN REPORT Ursula Klein
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DIE PERSPEKTIVE IN 30 SEKUNDEN

Die Umbenennung der Dresdner Kunst bezeichnet Journalistin Ursula Klein als „Realsatire“ und zitiert dazu unter anderem Historiker Michael Wolffsohn aus der BILD: „Merken denn die Umbenenner vom Dienst nicht, wie sehr sie sich und die eigentlich gute Absicht zum Gespött machen?“ Im Schweizer Online-Magazin KLEINREPORT…

ANMERKUNG DER REDAKTION

Ursula Klein ist eine Schweizer Journalistin und Redakteurin. Sie hat das Online-Magazin KLEIN REPORT gegründet, bei dem sie auch Chefredakteurin ist. Der KLEIN REPORT (KP) ist ein Schweizer Online-Magazin und gehört zur Press Media AG mit Sitz in Zürich. Die Erstausgabe ist im August 2000…

CONTRA – 3 Perspektiven

(Von DIE WELT zum Teilen des Artikels geteiltes Vorschaubild)

Die Aufregung ist fehl am Platz – die Kunst wird durch Umbenennung nicht abgewertet

Der „Skandal“ um den „**** mit der Smaragdstufe“
21.09.2021 2 Minuten Deutsch
DIE WELT Swantje Karich
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DIE PERSPEKTIVE IN 30 SEKUNDEN

Der „Skandal“ um die Umbenennung der Werke in den Dresdner Museen sei ein „perfektes Marketing“ der AfD. Von Cancel Culture könne man hier bei weitem nicht sprechen, denn die Aufregung sei völlig verfehlt, kommentiert Journalistin und Kunsthistorikerin Swantje Karich in der WELT. In der Berichterstattung…

ANMERKUNG DER REDAKTION

Swantje Karich ist eine deutsche Autorin, Kulturjournalistin und Kunsthistorikerin. Sie hat Germanistik, Philosophie und Kunstgeschichte in Bonn und Leicester studiert. Anschließend hat sie die Berliner Journalisten-Schule (BJS) absolviert. Sie hat nach dem Studium an Hochschulen in Frankfurt, Berlin und Halle gelehrt. Von 2006 bis 2014…
(Bildquelle | Urheber: SmallmanA | Pixabay | Pixabay License)

Die Umbenennung von Kunstwerken korrigiert historisches Unrecht

Die Macht der Titel
19.09.2021 3 Minuten Deutsch
ND (NEUES DEUTSCHLAND) Georg Leisten
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DIE PERSPEKTIVE IN 30 SEKUNDEN

In der Tageszeitung ND schreibt Journalist und Kunsthistoriker Georg Leisten, dass auch „hinter der Namensgebung für museale Objekte die Intentionen der Macht“ stehen. Titel umzubenennen, sei sinnvoll. Denn damit werde historisches Unrecht korrigiert. Wer kolonialrassistische Begriffe verwendet, führe eine imperiale Ideologie weiter, argumentiert Leisten. Damit…

ANMERKUNG DER REDAKTION

Georg Leisten ist ein deutscher Journalist. Er hat Kunstgeschichte, Germanistik und Philosophie in Münster und Wien studiert. Anschließend hat er in Tübingen im Fach Neue Deutsche Literatur promoviert. Seither ist er als freier Journalist und Texter aktiv. Er hat unter anderem Beiträge für ND, das…
(Von DEUTSCHLANDFUNK KULTUR zum Teilen des Artikels geteiltes Vorschaubild)

Generaldirektorin der Dresdner Sammlungen: „Keine Tilgung, wir machen einen neuen Vorschlag“

Kunstwerke im Diskriminierungscheck
15.09.2021 2 Minuten Deutsch
DEUTSCHLANDFUNK KULTUR Marion Ackermann Marietta Schwarz
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DIE PERSPEKTIVE IN 30 SEKUNDEN

In einem Gespräch mit Marietta Schwarz von DEUTSCHLANDFUNK KULTUR erklärt die Generaldirektorin der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, Marion Ackermann, dass es sich bei ihrem Vorhaben weder um „tilgen“ noch um „canceln“ handle. Man wolle eine öffentliche Debatte anstoßen. Den Vergleich zu den Bildstürmen im 16. Jahrhundert…

ANMERKUNG DER REDAKTION

Marion Ackermann ist eine deutsche Kunsthistorikerin, Kuratorin und Museumsdirektorin. Sie hat in Kassel, Wien und München Kunstgeschichte, Geschichte und Germanistik studiert. In Göttingen wurde sie schließlich promoviert. Von 1995 bis 2003 ist sie Kuratorin für die Städtische Galerie im Münchner Lenbachhaus gewesen. Danach führte es…

DEBATTE DES TAGES

🗳 Sollten ab 2030 nur noch emissionsfreie Autos zugelassen werden?

10 PERSPEKTIVEN ZUR DEBATTE

DIE DEBATTE IN 30 SEKUNDEN

Man hört und sieht sie noch immer zu Tausenden, wenn man auf einer Autobahnbrücke steht: Deutsche Straßen sind nach wie vor voller Autos mit Verbrennungsmotoren. Sie stoßen große Mengen CO2 aus. Ein No-Go für den Klimaschutz.

Im Jahr 2018 war der Straßenverkehr für gut ein Viertel aller CO2-Emissionen in der Europäischen Union (EU) verantwortlich: 888 Millionen Tonnen CO2 haben Autos, Motorräder, LKW, Busse und Nutzfahrzeuge produziert. Die EU-Kommission möchte, dass damit bald Schluss ist. Bis 2050 soll die EU klimaneutral sein. Bedeutet: keine Treibhausgase mehr ausstoßen. Dafür soll bis 2050 kein Auto mehr auf EU-Straßen fahren, das von Verbrennungsmotoren betrieben wird. Ab 2035 sollen deshalb Neuzulassungen von Verbrennungsmotoren, wie Benzin und Diesel, verboten werden. 

In Deutschland sorgt dieser Vorschlag für Diskussionen. Für manche ist 2035 zu spät. Sie fordern eine noch frühere Abkehr vom Verbrenner, um die Klimaziele verlässlich zu erreichen. Andere finden, dass der Staat nicht mit Regulationen eingreifen sollte. Die Verantwortung und treibende Kraft für das Ende von Verbrennungsmotoren liege bei der Wirtschaft. Einen Ausstieg aus Verbrennungsmotoren noch früher zu forcieren, könne zudem die Arbeitsplätze und Wirtschaftskraft der deutschen Automobilkonzerne gefährden, so das Argument.

Was ist dran an diesen Bedenken?

PERSPEKTIVEN – 2 Positionen

ARGUMENTE AUS DEN MEDIEN – 4 Perspektiven

Die Brennstoffzelle eines E-Autos ist das Antriebsmittel der Zukunft

Warum der Verbrennungsmotor schneller am Ende ist, als viele denken
12.06.2021 3 Minuten Deutsch
DER SPIEGEL Emil Nefzger Nils-Viktor Sorge Jens Burchardt Stef Cornelis
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DIE PERSPEKTIVE IN 30 SEKUNDEN

In einer Analyse auf SPIEGEL ONLINE erläutern die Journalisten Emil Nefzger und Nils-Viktor Sorge, dass der Abschied vom Verbrennungsmotor ohnehin schon feststeht. Es sei schon jetzt deutlich, dass die E-Mobilität in den nächsten Jahren Überhand nehme.

Die Brennstoffzelle eines E-Autos sei als Antriebsmittel der Zukunft nicht mehr aufzuhalten, meinen die Journalisten. Um ihr Argument zu untermauern, zitieren sie unter anderem Jens Burchardt, den Klimaexperten der Boston Consulting Group (BCG). Jens Burchardt rechne damit, „dass sich das Batterieauto unabhängig vom regulatorischen Ansatz durchsetzt“. Einschätzungen wie diese zeigten, dass Verbrennungsmotoren auch ohne Regeln für die Industrie und gezielter Förderung von E-Mobilität durch E-Autos ersetzt werden. „Ab 2027 werden Elektroautos billiger sein als Verbrenner“, prognostiziert Stef Cornelis, ein weiterer Experte, den die SPIEGEL-Journalisten zitieren. „Die Wahrscheinlichkeit, dass der nächste Neuwagen vieler Menschen ein E-Auto – oder zumindest der letzte Verbrenner – ist, steigt also“, erklären die Mobilitätsjournalisten.

Aus Sicht der SPIEGEL-Journalisten ist es daher sinnvoll, den Ausstieg aus dem Verbrennungsmotor im nächsten Jahrzehnt zu fordern, da der Verbrennungsmotor ohnehin kurz vor dem Aussterben sei. Im Grunde seien es in erster Linie nur die Lobbyisten der Autoindustrie, die Verbrennungsmotoren erhalten möchten.

ANMERKUNG DER REDAKTION

Emil Nefzger arbeitet als Redakteur für die Tageszeitung ALLGÄUER ZEITUNG und den SPIEGEL. Der studierte Geschichts- und Kommunikationswissenschaftler absolvierte einen Master an der Deutschen Journalistenschule. Seine journalistische Karriere begann er 2018 als Redakteur beim SPIEGEL. Nach eigenen Angaben auf seinem Twitterprofil ist er „Mobilitätsfanatiker“.

Nils-Viktor Sorge ist ein deutscher Redakteur. Der studierte Politikwissenschaftler arbeitet seit 2019 als Teamleiter Mobilität im Ressort Wissenschaft von SPIEGEL ONLINE. Nachdem er die Berliner Journalistenschule absolviert hat, hat er unter anderem für das ZDF, den RBB und die DPA gearbeitet. Bis er 2018 bei SPIEGEL ONLINE angefangen hat, schrieb er als Redakteur und Reporter über Mobilität und Energie für das MANAGER MAGAZIN.

Jens Burchardt ist der globale Experte für Klimaauswirkungen bei der Boston Consulting Group und Mitbegründer des Zentrums für Klima und Nachhaltigkeit beim gleichen Unternehmen. Die Boston Consulting Group ist eine der größten Unternehmensberatungen der Welt. Burchardt hat an der privaten Wirtschaftshochschule EBS Universität für Wirtschaft und Recht studiert. Seit dem Beginn seiner professionellen Karriere ist er bei der Boston Consulting Group.

Stef Cornelis ist Direktor für Deutschland bei Transport & Environment (T&E). T&E ist ein Zusammenschluss aus 63 Umweltorganisationen aus 24 Ländern mit dem Ziel, in der EU eine umweltfreundliche Verkehrspolitik zu etablieren. Ein weiteres Ziel der Non-Profit-Organisation ist es, den Verkehr auf 100% emissionsfreie Vehikel umzustellen. T&E berät mehrere Expertenausschüsse in der Europäischen Union. Cornelis hat Geschichte und EU-Studien an der renommierten KU Leuven und der Università Roma Tre in Rom studiert.

DER SPIEGEL ist ein deutsches Nachrichtenmagazin, das 1947 von Rudolf Augstein gegründet worden und zuletzt (3/21) in einer Auflage von knapp 696.000 Exemplaren erschienen ist. DER SPIEGEL zählt zu den deutschsprachigen Leitmedien: Er prägt die gesellschaftliche Debatte und Öffentlichkeit. In den Jahren 2019 und 2020 war das Magazin das meistzitierte Medium in Deutschland. Eine besondere Rolle im Magazin nimmt bis heute der investigative Journalismus ein. 1963 führten eine solche Recherche und die sogenannte SPIEGEL-Affäre dazu, dass der damalige Verteidigungsminister Franz Josef Strauß sein Amt räumen musste. DER SPIEGEL wird traditionell als eher linksliberales Medium gesehen, auch in Abgrenzung zu den anderen großen deutschen Nachrichtenmagazinen, dem FOCUS und dem STERN. Bereits Gründer Rudolf Augstein verortete sein Magazin „im Zweifel links“. 1994 wurde der dem SPIEGEL zugehörige, aber redaktionell unabhängige Online-Nachrichtendienst SPIEGEL ONLINE gegründet. Seit dem 8. Januar 2020 heißt auch das Online-Portal DER SPIEGEL, nachdem die Redaktionen der beiden Medien 2019 zusammengelegt wurden. Dennoch ist das Online-Portal immer noch rechtlich und wirtschaftlich unabhängig, da es von einer Tochtergesellschaft betrieben wird. DER SPIEGEL (online) zählt zu den fünf meistbesuchten Nachrichten-Webseiten in Deutschland. 2018 wurde bekannt, dass der langjährige Mitarbeiter Claas Relotius wesentliche Inhalte von (teils preisgekrönten) SPIEGEL-Reportagen erfunden hatte. Hiernach reichte Relotius seine Kündigung ein. Das Blatt sprach von „einem Tiefpunkt in der 70-jährigen Geschichte des SPIEGEL“.

(Bildquelle | Urheber: Alper Çuğun | Flickr | CC BY 2.0)

Die E-Mobilität ist noch nicht weit genug

Das Ende des Autos, wie wir es kennen
25.07.2021 2 Minuten Deutsch
AUGSBURGER ALLGEMEINE Michael Kerler
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DIE PERSPEKTIVE IN 30 SEKUNDEN

In einem Kommentar in der Tageszeitung AUGSBURGER ALLGEMEINE erläutert Wirtschaftsjournalist Michael Kerler, warum der Abschied vom Verbrennungsmotor problematisch sei: Der Ausbau der E-Mobilität sei einfach noch nicht weit genug.

Zwar werde die Reichweite der E-Autos kontinuierlich erhöht und die Batterieherstellung ohne gefährliche Stoffe gefördert. Trotzdem seien längst nicht alle Probleme der E-Autos gelöst, warnt der Wirtschaftsjournalist. Seiner Meinung nach gibt es drei offene Baustellen: Ladenetz, Ökostrom und Zulieferer.

Wer nicht am Haus laden kann, habe bei einem unzureichend ausgebauten Ladenetz schon Schwierigkeiten. Auch im Ausland sei das Netz dünn. Der Strom, der die Ladestellen bestückt, müsse außerdem aus erneuerbaren Energien stammen – in der Klimabilanz seien E-Autos sonst unnütz. Auch im Hinblick auf die Zulieferer „bringt die Elektro-Wende Verwerfungen mit sich“, so der Journalist. Arbeitnehmer:innen müssen umgeschult werden und Forschung und Entwicklung der Unternehmen umgestellt, betont er. Dafür brauche es Unterstützung seitens des Staates.

Prinzipiell sei es zwar sinnvoll aus dem Verbrennungsmotor auszusteigen. Der Ausstieg aus dem Verbrenner könne aber nur kommen, wenn bei der E-Mobilität die Punkte Ladenetz, Ökostrom und Zulieferer gelöst sind, meint er.

ANMERKUNG DER REDAKTION

Michael Kerler, geboren 1978, ist Wirtschaftsjournalist bei der AUGSBURGER ALLGEMEINEN ZEITUNG. Seine Schwerpunkte sind Finanzen, Energie und regionale Unternehmen. Zuvor ist er Redakteur im Politikressort der Zeitung gewesen. Kerler hat Politikwissenschaften studiert und darin auch promoviert. Anschließend hat er eine Ausbildung zum Redakteur an der Günter-Holland-Journalistenschule in Augsburg absolviert.

Die AUGSBURGER ALLGEMEINE ist eine der größten bayerischen Lokalzeitungen. Sie gehört zur Mediengruppe Pressedruck, die nach Gesamtauflage das bundesweit sechstgrößte Verlagshaus ist. Das Hauptverbreitungsgebiet der AUGSBURGER ALLGEMEINEN ist das bayerische Schwaben und die angrenzenden Teile Oberbayerns. Die verkaufte Auflage inklusive ihrer lokalen Ableger beträgt gegenwärtig rund 282.000 Exemplare (3/2021). Der Online-Auftritt der Zeitung belegte Anfang 2020 laut der Arbeitsgemeinschaft Online-Forschung (AGOF) Platz 24 der meist aufgerufenen deutschen Nachrichtenportale. Die Redaktionen und Journalist:innen der AUGSBURGER ALLGEMEINEN haben einige Journalistenpreise gewonnen, unter anderem den Theodor-Wolff-Preis und den European Newspaper Award.

Das Jahrhundert des Verbrenners geht zuende

Die Elektromobilität kommt schneller als gedacht
19.02.2021 3 Minuten Deutsch
HANDELSBLATT Stefan Menzel
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DIE PERSPEKTIVE IN 30 SEKUNDEN

Stefan Menzel ist Korrespondent der Automobilindustrie für das HANDELSBLATT. In einem Kommentar erklärt er, warum das Ende der Neuzulassungen von Verbrennern kein Problem sei. Die Automobilindustrie sei ohnehin dabei, den Ausstieg aus dem Verbrenner vorzubereiten.

Das Ende des Verbrenners lasse sich nicht mehr aufhalten. Das liege besonders daran, dass sich die Automobilkonzerne nicht mehr gegen die Umstellung auf neue Antriebe stellen, erklärt Menzel. Ford kündigte an, dass schon 2030 das letzte Verbrennermodell verkauft werden solle. Andere Konzerne rüsten ebenfalls um. Das sei auch dem politischen Druck aus China und den USA geschuldet. Die Autohersteller haben erkannt, dass sie sich anpassen müssen, so der Korrespondent.

„Enthusiastische Anhänger von Benzin- und Dieselmotoren werden sich mit der neuen Realität anfreunden müssen, ob sie es wollen oder nicht. Das Jahrhundert des Verbrennungsmotors geht zu Ende“, fasst der Auto-Experte zusammen.

ANMERKUNG DER REDAKTION

Stefan Menzel ist Wirtschaftsjournalist und Korrespondent der Automobilindustrie für das HANDELSBLATT. Er hat sein VWL-Studium an der Universität zu Köln 1991 abgeschlossen und ist seitdem Mitglied der HANDELSBLATT-Redaktion. Zudem hat er als stellvertretender Chefredakteur für HANDELSBLATT ONLINE gearbeitet. 2019 erhielt Menzel den Wächterpreis der Tagespresse für die Volkswagen-Berichterstattung im Zusammenhang mit dem Dieselskandal.

 

Das HANDELSBLATT ist die auflagenstärkste deutschsprachige Wirtschafts- und Finanzzeitung. Sie wird zu den Leitmedien gezählt, also zu denen, die einen besonderen Einfluss auf die öffentliche Meinung und auf andere Massenmedien ausüben. Sie erschien erstmals 1946 mit der Auflage der britischen Militärbehörden, das „friedliche Zusammenspiel von Arbeit und Kapital“ journalistisch im Einklang zu halten. Die Blattlinie des HANDELSBLATTS wird üblicherweise als wirtschaftsliberal angesehen. Das HANDELSBLATT finanziert sich durch Abonnements, Printverkäufe und Werbung. Es hat zwei Online-Bezahl-Modelle: „Premium“ und „Premium Plus“ und hostet außerdem Live-Events in Form von Tagungen, Trainings und Konferenzen.

Es ist zu früh, um aus dem Verbrenner auszusteigen

Nebelbomben ahnungsloser Bürokraten
07.07.2021 4 Minuten Deutsch
AUTO MOTOR SPORT Gerd Stegmaier
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DIE PERSPEKTIVE IN 30 SEKUNDEN

In einem Kommentar im Automagazin AUTO MOTOR UND SPORT erläutert Gerd Stegmaier, warum das de-facto-Verbot des Verbrenners nicht sinnvoll sei. Eine zu hastige Umstellung auf E-Mobilität werde nicht zu großen CO2-Einsparungen führen, meint der Redakteur.

„Bei CO2 ist nur der zählbare Effekt von Maßnahmen entscheidend […]. Denn der Atmosphäre ist egal, wo die Treibhausgase herkommen“, schreibt er. Derzeit liege die CO2-Reduktion beim Fahren eines E-Autos gegenüber eines Verbrenners aber nur bei 42 Prozent – nicht wie von der EU berechnet bei 0 Prozent. Der Grund sei die Stromerzeugung. Sowohl für die Herstellung der Batterien als auch für den Betrieb der E-Autos wird viel Strom benötigt. Solange dieser Strom nicht aus erneuerbaren Quellen stammt, produziere das Fahren eines E-Auto im Endeffekt weiterhin viel CO2.

Deshalb hält Stegmeier es nicht für sinnvoll, früher aus dem Verbrennungsmotor auszusteigen. Diese „regulative Bürokratie“ fördere den Ausbau der erneuerbaren Energien nicht, warnt er. Das bedeutet, man könne Verbrennungsmotoren erst verbieten, wenn ausreichend an Alternativen gearbeitet werde. Solange diese Entwicklungen nicht Hand in Hand gehen, mache die Beschränkung der EU also keinen Sinn, beanstandet Stegmaier.

Statt den Ausstieg aus dem Verbrenner zu erzwingen, solle die EU lieber stärker daran arbeiten, die erneuerbaren Energien auszubauen. Hier bleibe die EU aber vergleichsweise zurückhaltend, kritisiert der Redakteur.

ANMERKUNG DER REDAKTION

Gerd Stegmaier ist deutscher Sport- und Mobilitätsjournalist. Zu Beginn seiner Karriere hat er für den Regionalteil des MÜNCHNER MERKUR Sportberichte und Theaterkritiken geschrieben. Im Sommer 1998 begann er seine Arbeit für FOCUS ONLINE und übernahm das Auto-Ressort. 2006 hat er zusätzlich die Leitung des Sport-Ressort übernommen. Heute arbeitet er weiterhin für FOCUS ONLINE und zusätzlich für das Automobilmagazin AUTO MOTOR SPORT. 

AUTO MOTOR SPORT ist eine deutsche Automobil-Zeitschrift, die seit 1946 gedruckt wird und dem Verlag Motor Presse Stuttgart zugehörig ist. Sie erschient alle zwei Wochen. Der Inhalt besteht hauptsächlich aus Test- und Fahrberichten und Neuvorstellungen von Pkws sowie Reportagen aus den Bereichen Freizeit und Motorsport. Weitere Schwerpunkte sind die Themen Technik, Verkehr und Umwelt sowie Wirtschaft. Zuletzt (2/2021) hatte AUTO MOTOR SPORT eine gedruckte Auflage von 373.333 Exemplaren.

DIE POSITIONEN DER PARTEIEN – 6 Perspektiven

Den Umstieg für alle attraktiv gestalten

Wahlprogramm der CDU/CSU
21.06.2021 4 Stunden deutsch
CDU/CSU
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DIE PERSPEKTIVE IN 30 SEKUNDEN

Im Parteiprogramm der CDU/CSU gibt es keine konkrete Haltung zum EU-Klimavorhaben. Welche Politik die Union in Bezug auf den Ausstieg aus dem Verbrennungsmotor nach den Bundestagswahlen ansteuern wird, lässt sich demnach nicht am Wahlprogramm ablesen.

Die Union möchte laut Programm, „dass in Deutschland weiterhin die besten Autos der Welt produziert werden – und zwar mit allen Antriebsformen“. Verbrennungsmotoren schließen sie dabei nicht aus. Den Umstieg auf emissionsfreie Mobilität möchten sie „für alle attraktiv gestalten und dazu einen Fahrplan vorlegen“. Wie dieser Fahrplan aussehen soll, und inwiefern alle Interessen berücksichtigt werden sollen, beschreibt die Union nicht.

Verkehrsminister Andreas Scheuer von der CDU befürwortet jedenfalls, ähnlich wie die AfD, Verbrennungsmotoren mit synthetischen Kraftstoffen als Alternative zum kompletten Ausstieg.

Den Wasserstofftechnologien gehört die Zukunft

Wahlprogramm der SPD
09.05.2021 3 Stunden deutsch

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DIE PERSPEKTIVE IN 30 SEKUNDEN

In Ihrem Parteiprogramm äußert sich die SPD nicht zum EU-Vorhaben, Neuzulassungen von Verbrennungsmotoren zu untersagen. Eine niedergeschriebene Parteiposition können Sie zu dieser Frage hier also nicht finden.

Fest steht aber, dass die SPD stark auf Wasserstofftechnologien setzen möchte – für CO2-arme PKWs, LKWs und den Schiffs- und Flugverkehr, so steht es im Parteiprogramm. „Wasserstoff stößt bei der Verbrennung keinerlei Treibhausgase aus und ist gut speicherbar”, argumentiert die SPD. Ohne sauberen Wasserstoff in großer Herstellung sei Klimaneutralität nicht zu erreichen.

Die EU-CO2-Reduktionsgesetzgebung ist realitätsfremd

Wahlprogramm der AfD
20.05.2021 2 Stunden deutsch
AFD
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DIE PERSPEKTIVE IN 30 SEKUNDEN

Die AfD möchte wie die FDP verhindern, dass Regierungen zu stark in den freien Markt eingreifen. Dementsprechend kritisiert sie auch das EU-Vorhaben, die Neuzulassung von Verbrennungsmotoren ab 2030 zu beenden. Das Ende der Verbrennungsmotoren müsse eine Frage des technischen Fortschritts und des Marktes werden. Die Partei warnt, dass viele Arbeitsplätze vom Fortbestand des Verbrennungsmotors abhängig sind.

Die Vorgaben zur Reduzierung der CO2-Emissionen nennt die Partei in ihrem Programm „realitätsfremde EU-CO2 – Reduktionsgesetzgebung“. Diese Vorgaben möchte die Partei verhindern. Sollte das nicht möglich sein, müsse synthetischer Kraftstoff als zukunftsfähiger Kraftstoff für Verbrennungsmotoren in Betracht gezogen werden. Zudem positioniert die AfD sich gegen E-Mobilität: Die „heutige einseitige Bevorzugung von Elektromobilität“ solle gestoppt werden. Die Stromkapazitäten seien unzureichend und die Umweltbelastung bei der Batterieproduktion sei zu groß, kritisiert die Partei.

Die Wirtschaft entscheidet

Wahlprogramm der FDP
16.05.2021 3 Stunden deutsch
FDP
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DIE PERSPEKTIVE IN 30 SEKUNDEN

Die FDP unterstützt das EU-Vorhaben nicht: „Einseitige Subventionen und Vorgaben müssen beendet werden.“ Der Grund: Die Partei ist kategorisch gegen Vorgaben und Verbote der Politik für die Industrie. Wenn Sie das ähnlich sehen, könnten Sie ein Kreuz bei der FDP in Erwägung ziehen.

Die FDP hofft „auch beim Umwelt- und Klimaschutz auf den Entwicklergeist von Firmen und Ingenieurinnen sowie Ingenieuren“. Das bedeutet, dass die freie Wirtschaft Ideen für klimafreundlichen Verkehr findet und nicht die Politik sie vorschreibt. Sie setzen deshalb auf technologieoffene Gesetze und Verordnungen für die Automobilbranche. Anders als die Grünen in der E-Mobilität oder die SPD im Wasserstoff will die FDP sich nicht auf ein Antriebskonzept festlegen. „Wir wollen alternative Mobilitätskonzepte erkunden, ohne bestimmte Antriebstechnologien zu bevorzugen“, schreiben sie im Parteiprogramm. Die CO2-Flottengrenzwerte, also die maximalen Durchschnittswerte von Fahrzeugzulassungen innerhalb der EU, möchten die Freien Demokraten kritisch hinterfragen.

Der Ausstieg bis 2030 ist alternativlos

Wahlprogramm der Linken
20.07.2021 4 Stunden deutsch
DIE LINKE
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DIE PERSPEKTIVE IN 30 SEKUNDEN

Wenn es für Sie keine Alternative zum Ausstieg aus Verbrennungsmotoren gibt, ist die Linke, neben den Grünen, eine gute Wahl. Der Ausstieg aus den Verbrennungsmotoren bis 2030 sei alternativlos und schaffe außerdem Planungssicherheit für die Beschäftigten der Automobilbranche und für Investitionen in die Zukunft, so die Partei. 

„E-Mobilität darf nicht zu einer Rückkehr der Atomkraft führen”, stellt die Linke klar. Erneuerbare Energie müsse deshalb gefördert werden. So könne auch ein Ladenetz für Elektroautos ausgebaut werden, das emissionsfreien Strom verwendet. Anders als die Grünen lehnt die Linke Kaufprämien für E-Autos ab. 

Um den Ausstieg aus Verbrennungsmotoren zu fördern, möchte die Linke Elektromobilität auch im öffentlichen Verkehr voranbringen. Dazu nimmt die Partei auch Oberleitungen für den Betrieb von Transportmitteln in Kauf. Für PKW, die mit ihren CO2-Emissionen über dem jeweils aktuellen EU-Zielwert liegen, soll ein Werbeverbot eingeführt werden. Die Linke möchte zudem in die Forschung investieren: „für eine längere Einsatzdauer und Nutzbarkeit von Fahrzeugen, für energieeffiziente Elektrofahrzeuge, nachhaltige und umweltfreundliche Batterieproduktion und verbessertes Recycling”.

Emissionsfrei ab 2030

Wahlprogramm der Grünen
13.06.2021 4 Stunden deutsch
DIE GRÜNEN
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DIE PERSPEKTIVE IN 30 SEKUNDEN

Die Grünen unterstützen das EU-Vorhaben und setzen das Ende der Neuzulassungen von Verbrennungsmotoren in ihrem Parteiprogramm sogar von 2035 auf 2030. Wenn Sie der Meinung sind, dass fossile Brennstoffe schnellstmöglich ersetzt werden sollten, sind Sie bei den Grünen, genau wie bei der Linken, an der richtigen Stelle.

Um dieses Vorhaben auch tatsächlich zu realisieren, plant die Partei Veränderungen auf verschiedenen Ebenen. Das Auto müsse digitaler, leiser, kleiner, leichter und klimaneutral werden. „Dabei geht es uns auch darum, mit Hilfe von Digitalisierung, autonomem Fahren und der Stärkung von Mobilitätsdienstleistungen Autos effizienter zu nutzen und auf diese Weise mehr Mobilität bei weniger Verkehr zu fördern“, so die Grünen. Mobilitätsdienstleistungen können zum Beispiel Carsharing-Initiativen sein. Um den Ausstieg aus den Verbrennungsmotoren vorzubereiten, sollen außerdem europäische CO2-Flottengrenzwerte eingeführt werden. Damit meinen die Grünen: Der Durchschnittswert von allen Fahrzeugen, die in der EU pro Jahr zugelassen werden, sollte begrenzt werden.

Die Grünen setzen in ihrem Programm stark auf E-Mobilität. Deshalb soll bis 2030 der Anteil von E-Fahrzeugen auf 15 Millionen Fahrzeuge steigen – auch dadurch, dass „klimafreundliche Autos billiger, klimaschädliche Autos teurer“ werden. Das soll Kaufanreize schaffen. Die Partei plant zusätzlich, die Umrüstung bestehender Verbrennungsmotoren zu emissionsfreien Motoren zu fördern.