Perspektive

zur Debatte vom 01. September 2021
🗳 Brauchen wir eine Frauenquote in deutschen Unternehmen?
DIE POSITIONEN DER PARTEIEN

Eine 50/50 Quote einführen

Die Perspektive in 30 Sekunden

Die SPD fordert ein Jahrzehnt der Gleichstellung. Um das zu erreichen, unterstützt die Partei die Einführung einer 50/50 Quote. Wenn Sie das auch tun, können die Sozialdemokrat:innen eine gute Wahl für Sie sein.

Die Partei plant, die Hälfte der Positionen in Unternehmensspitzen und in den Führungsebenen darunter an Frauen zu vergeben. Diese Quote soll für alle börsennotierten oder mitbestimmten Unternehmen gelten. Mitbestimmt bedeutet, dass der Aufsichtsrat des Unternehmens gleichermaßen aus Arbeitnehmer:innen und Anteilseigner:innen besteht.

In ihrem Wahlprogramm begründet die Partei ihre Zustimmung zur Quote so: „Erfolgreiches Wirtschaften braucht geschlechterparitätische und kulturell vielfältige Arbeitsteams.“ In der aktuellen Regierung haben die Sozialdemokrat:innen in der Koalition dazu beigetragen, das „zweite Führungspositionen-Gesetz“ zu beschließen. Das besagt, dass in mitbestimmten und börsennotierten Unternehmen ab einem Vorstand von drei Personen mindestens eine Position durch eine Frau besetzt sein muss. Mit der Zeit möchte die SPD das Gesetz verschärfen und zwar so, „dass an der Spitze von Unternehmen und in den Führungsebenen darunter genauso viele Frauen wie Männer vertreten sind“. Unternehmen, die sich nicht an gesetzliche Regelungen halten, sollen sanktioniert werden.

Die Gleichstellung von Mann und Frau sei eine Aufgabe für die gesamte Gesellschaft. Neben dem Arbeitsmarkt sei Gleichberechtigung auch eine Frage der politischen Repräsentation, argumentieren die Sozialdemokrat:innen. Im Wahlprogramm steht deshalb zusätzlich: „Darum setzen wir uns für Paritätsgesetze für den Bundestag, die Länder und Kommunen ein, damit alle Geschlechter in gleichem Maße an politischen Entscheidungen beteiligt sind.“

Anmerkung der Redaktion

Originalartikel
Wahlprogramm der SPD
09.05.2021 · 3 Stunden · deutsch
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