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Abschiebungen in Länder wie Afghanistan sind unmenschlich

„Nach Afghanistan abzuschieben ist unmenschlich"
04.08.2021 1 Minute deutsch
TAGESSCHAU.DE Isabel Reifenrath
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DIE PERSPEKTIVE IN 30 SEKUNDEN

In einem Kommentar auf TAGESSCHAU.de erklärt Politikredakteurin Isabel Reifenrath, warum die Abschiebung in unsichere Gebiete unmenschlich sei. Auch bei Straftäter:innen. 

Die aktuelle Situation in Afghanistan sei ein gutes Beispiel dafür, warum es falsch sei, pauschal Abschiebungen in Drittstaaten zu fordern, auch wenn diese nicht sicher sind. Die Taliban „töten Zivilisten, sie nehmen Frauen und Kinder als Schutzschilde, um afghanische Sicherheitskräfte anzugreifen“, schreibt die Politikredakteurin. Wer jetzt dorthin abschiebt, nehme in Kauf, dass die Abgeschobenen umgebracht werden oder sich den Taliban anschließen müssen.

Parteien wie die SPD scheinen sich noch nicht entschieden zu haben: Menschenrechte oder Wahlkampfpopulismus, kritisiert die Redakteurin. Das Argument für Populist:innen im Fall von Abschiebung von Straftäter:innen sei einfach: Wer Straftäter:innen nicht abschiebt, gefährde die Sicherheit der deutschen Bürger:innen. Doch „auch Straftäter:innen haben ein Recht auf Leben und Sicherheit“, findet Reifenrath. Sie trotzdem in solche Gebiete abzuschieben sei unmenschlich. 

ANMERKUNG DER REDAKTION

Isabel Reifenrath ist Politikredakteurin beim HESSISCHEN RUNDFUNK. Sie schreibt aber auch häufig Analysen und Kommentare für die ARD. Sie hat Germanistik in Münster studiert und hat danach für die regionale münsterländische Tageszeitung WESTFÄLISCHE NACHRICHTEN gearbeitet. Von dort ist sie zum SWR gewechselt, wo sie zunächst Nachrichtensprecherin und Nachrichtenredakteurin gewesen ist. Nach einer Zwischenstation beim Radiosender ANTENNE MÜNSTER ist sie zum HESSISCHEN RUNDFUNK gewechselt.

Das Online-Nachrichtenportal TAGESSCHAU.DE wurde 1996 veröffentlicht und diente zunächst als begleitendes Infoportal zur gleichnamigen Nachrichtensendung der ARD und anderer Nachrichtenangebote von ARD AKTUELL. Heute ist TAGESSCHAU.DE eine der meist aufgerufenen Informationsplattformen, eine Nachrichten-App und ein eigenständiges Medienangebot. Laut eigenen Angaben verzeichnet die Seite etwa 157 Millionen Seitenaufrufe pro Monat. Die Redaktionsleitung hat Juliane Leopold inne, die auch Chefredakteurin Digitales bei ARD-Aktuell ist. Seit 2017 ist über die Website auch das Onlineportal FAKTENFINDER aufrufbar, das Falschinformationen sammelt und einordnet.

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