Perspektive
zur Debatte vom 03. November 2025
Sollte Deutschland Rückführungen nach Syrien vorantreiben? Pro
Abschiebungen nach Syrien sind richtig
Die Perspektive in 30 Sekunden
„Für die meisten Syrer:innen gibt es aktuell keinen Grund mehr, in Deutschland Schutz zu suchen“, findet Julian Röpcke. Der leitende Redakteur für Sicherheitspolitik und Konflikte bei der konservativen überregionalen Boulevard-Zeitung DIE BILD ist der Ansicht, Deutschland „solle umgehend wieder nach Syrien abschieben“.
Röpke erklärt, er habe jahrelang über „Assads Fassbomben und Giftgas-Attacken, über ISIS-Morde und Folter-Gefängnisse“ berichtet. Ihm zufolge ist diese Zeit vorbei, denn Diktator Baschar al-Assad wurde gestürzt und nach Moskau vertrieben.
„Mit seinem Sturz endete nicht nur der Bürgerkrieg im Land, sondern auch die systematische politische Verfolgung“, so Röpcke. Für ihn bedeutet das: Die beiden wichtigsten Gründe, um ein Recht auf Asyl zu haben, fallen weg. „Syrien braucht unseren Schutz nur noch in Einzelfällen“, meint Röpcke.
Anmerkung der Redaktion
Julian Röpcke ist leitender Redakteur für Sicherheitspolitik und Konflikte bei der BILD. Seit 2015 berichtet er über internationale bewaffnete Konflikte, terroristische Bedrohungen und die Verteidigung Deutschlands. Zudem moderiert er das Videoformat „BILD-Lagezentrum“, in dem er den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine sowie andere militärische Konflikte analysiert. Das Format erreichte allein 2024 über 83 Millionen Zuschauer auf YouTube und BILD.de. Seit Beginn des Ukraine-Kriegs entstanden über 550 Episoden (Stand Juni 2025).
Die BILD ist eine Tages- und Boulevardzeitung des Axel-Springer-Verlags mit Sitz in Berlin und die auflagenstärkste Tageszeitung in Deutschland. Sie erschien erstmals 1952, Chefredakteure sind aktuell Marion Horn und Robert Schneider. Die verkaufte Auflage der BILD wird seit 2005 nur zusammen mit der B.Z. BERLIN ausgewiesen und lag im ersten Quartal 2026 bei rund 919.000 Ausgaben, was einen massiven Einbruch seit der Jahrtausendwende darstellt. Die BILD bezeichnet sich selbst als überparteilich; andere Medien, wie beispielsweise das Internetportal EUROTOPICS, bezeichnen das Blatt als politisch konservativ. Der britische GUARDIAN urteilte im Juli 2020, BILD sei von folgenden Grundsätzen durchzogen: pro-amerikanisch, pro-Nato, pro-israelisch, pro-Kapitalismus, für Sparmaßnahmen, anti-russisch und anti-chinesisch. Der frühere Chefredakteur Julian Reichelt musste 2021 nach Vorwürfen des Machtmissbrauchs und unangemessener Beziehungen zu Mitarbeiterinnen seinen Posten räumen. Der Springer-Verlag entließ ihn nach internen Untersuchungen und neuen Hinweisen endgültig. Die Berichterstattung der BILD ist seit Jahrzehnten Gegenstand zahlreicher öffentlicher Diskussionen und Kritik. Sie ist die Zeitung, die mit Abstand am häufigsten vom deutschen Presserat – der Freiwilligen Selbstkontrolle der Print- und Onlinemedien in Deutschland – gerügt wird, weil sie in ihrer Berichterstattung gegen die Bestimmungen des Pressekodex verstößt. Seit 1986 wurden über 300 Rügen ausgesprochen, die BZ auf Platz 2 hat im Vergleich unter 50 Rügen. Die Rügen betreffen oft Verstöße gegen den Opferschutz und die Wahrheitspflicht. In ihrer Geschichte musste sich die BILD bereits häufig wegen Falschinformationen und Hetzkampagnen vor Gericht verantworten. Die Website der BILD verzeichnete im April 2026 rund 208,6 Millionen Besuche (Quelle: Similarweb).
Originalartikel
Abschiebungen nach Syrien sind richtig
BILD
Julian Röpcke 02.11.2025 ·
1 Minute ·
Deutsch
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