Perspektive
zur Debatte vom 03. Dezember 2025
Sollte die EU ein gesetzliches Mindestalter für die Nutzung sozialer Netzwerke durchsetzen? Contra
Altersgrenzen auf Social Media nehmen Kindern ihre Stimme und Rechte
Die Perspektive in 30 Sekunden
Für Lena Rückerl von der AACHENER ZEITUNG nimmt eine Altersgrenze für Social Media den Kindern und Jugendlichen nur ihre Stimmen und Rechte. Stattdessen braucht es ihr nach „die bereits viel beschworene Medienkompetenz, um verantwortungsvollen Umgang mit Medien zu lernen“. Dafür muss ein früher, begleiteter Zugang zu sozialen Medien möglich sein, so die Journalistin.
Rückerl spricht sich klar für soziale Medien aus. „An kaum einem anderen Ort können vor allem junge Menschen schließlich ihre Meinung und ihre Probleme so direkt äußern und haben die Chance, von so vielen Menschen gehört zu werden“, schreibt sie. Verbote würden ihr nach die Stimmen und Rechte junger Menschen stark einschränken und auch politische Mitbestimmung verringern. Rückerl erinnert dabei an die junge Klimabewegung Fridays for Future oder die Gen-Z-Proteste in Nepal, die sich in großen Teilen über soziale Medien organisiert haben.
Natürlich müssen Kinder und Jugendliche vor den negativen Aspekten der Plattformen geschützt werden, so Rückerl. Um die großen Risiken der Nutzung zu minimieren, muss der Autorin zufolge den jungen Menschen früh eine verantwortungsvolle Nutzung – also umfassende Medienkompetenz – beigebracht werden. „Dafür braucht es Erziehungsberechtigte und Lehrkräfte, die diese Aufgabe ernsthaft übernehmen.“ Zusätzlich müssen Plattformen mehr in die Verantwortung gezogen werden, sichere digitale Räume zu schaffen.
Anmerkung der Redaktion
Lena Rückerl ist Hospitantin im Politikressort bei der Wochenzeitung DIE ZEIT. Zuvor absolvierte sie ein Volontariat bei der AACHENER ZEITUNG und eine Ausbildung an der Deutschen Journalistenschule. Rückerl studierte Kommunikations- und Politikwissenschaft in Berlin und Kairo. Während des Studiums leitete sie bereits das Studierendenmagazin FURIOS. Rückerl interessiert sich besonders für Politik und internationale Kommunikation. Sie schrieb unter anderem auch für das journalistische Onlineprojekt POLITIK ORANGE.
Die AACHENER ZEITUNG ist eine Tageszeitung aus Aachen. Sie erscheint täglich von Montag bis Samstag beim Mediahuis Aachen. Die AACHENER ZEITUNG hatte im dritten Quartal 2025 eine Gesamtauflage von rund 60.000 Exemplaren zu verzeichnen. Die erste Ausgabe der Zeitung erschien 1945 als AACHENER VOLKSZEITUNG, von den Alliierten bekam die AACHENER ZEITUNG die Lizenznummer 1 nach dem Zweiten Weltkrieg zugewiesen. Chefredakteur der AACHENER ZEITUNG ist der studierte Sportpublizist Thomas Thelen. 2023 wurde die Zeitung mit den AACHENER NACHRICHTEN vereinigt. Die beiden Zeitungen gewannen bereits mehrere Preise wie den Theodor-Wolff-Preis, den Henri-Nannen-Preis und mehrere European Newspaper Awards.
Originalartikel
Warum Altersgrenzen auf Social Media Kinder nicht schützen
AACHENER ZEITUNG
Lena Rückerl 20.11.2025 ·
2 Minuten ·
Deutsch
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