Perspektive
zur Debatte vom 01. September 2021
🗳 Sollte das Wahlalter auf 16 gesenkt werden? ARGUMENTE AUS DEN MEDIEN
Bei 16-Jährigen fehlt die nötige Reife
Die Perspektive in 30 Sekunden
Mit 16 Jahren ist man noch nicht reif genug, um Parlamentsabgeordnete zu wählen. Diesen auch in Deutschland weit verbreiteten Standpunkt vertritt beispielhaft Adrian Spahr, Präsident der Jungen Schweizerischen Volkspartei (SVP) des Kantons Bern und Mitglied des Zentralvorstands Jungen SVP Schweiz. In seinem Kommentar für das Schweizer Nachrichtenportal SWISSINFO.CH legt der 27-jährige Jungpolitiker seinen Standpunkt dar.
Mit gutem Grund habe auch der Gesetzgeber in der Alpenrepublik genauso wie in Deutschland die Grenze der Volljährigkeit auf 18 Jahre angesetzt, argumentiert Spahr. Mit 16 Jahren sei man nur bedingt geschäftsfähig. Auch Schnaps gibt es erst legal mit der Volljährigkeit ab 18. Warum nun also ausgerechnet das Wahlalter herabgesetzt werden sollte, ist für den SVP-Politiker nicht nachvollziehbar.
„Mit 16 Jahren ist man auch noch eher zu beeinflussen“, findet Spahr. So könnten Lehrer:innen ihre Klassen viel leichter für ihre eigenen politischen Ansichten manipulieren. Um komplexe Abstimmungsvorlagen und Parteiprogramme richtig durchblicken zu können, brauche man zudem eine Menge Gehirnschmalz und politische Weitsicht. “Diese ist mit dem heutigen Bildungssystem mit 16 Jahren definitiv nicht gegeben, da die Schulbildung dieses Thema relativ spät behandelt“, findet der Schweizer.
Anmerkung der Redaktion
Adrian Spahr ist Präsident der Jungen Schweizerischen Volkspartei (SVP) des Kantons Bern und Mitglied des Zentralvorstands der Jungen SVP Schweiz.
Der 27-Jährige arbeitet außerdem als Polizist. Die SVP gilt als nationalkonservativ. Sie setzt sich u.a. für die Neutralität des Landes und eine restriktive Einwanderungspolitik ein.
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Originalartikel
Bist du mit 16 Jahren soweit? Nein
SWISSINFO
Adrian Spahr 24.05.2019 ·
2 Minuten ·
Deutsch
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