Perspektive

zur Debatte vom 28. Februar 2025
Braucht es noch einen Ostbeauftragten in der Bundesregierung?
Pro

Beim Thema Ost-West gibt es noch viel Arbeit

Die Perspektive in 30 Sekunden

gibt sich überzeugt, dass ein Ostbeauftragter nach wie vor seine Berechtigung hat. Denn es werden dieses Jahr zwar 35 Jahre deutsche Einheit gefeiert – dennoch gebe es beim Thema Ost-West noch viel Arbeit, wie die Kolumnistin beim Berliner TAGESSPIEGEL schreibt.

In Bemmers Augen scheint die Bedeutung der Ost- und West-Herkünfte aber erst jetzt so richtig bewusst zu werden. Davon zeugen ihr zufolge nicht zuletzt die vielen Sachbuch- und Romantitel und dazugehörigen Großdebatten der vergangenen Monate. „Als Antwort darauf die Zuständigkeit der Regierung für das Thema einzustellen, wäre seltsam“, so die TAGESSPIEGEL-Kolumnistin.

Bemmer spricht sich in diesem Zusammenhang auch für mehr öffentlichen Begegnungs- und Debattenraum sowie neue Formate aus, zum Beispiel Ost-West-Stammtische. Auch online bieten sich ihr zufolge Möglichkeiten. „Denn Interesse ist da“, findet Bemmer. „Es sind die Gelegenheiten, die fehlen.“

Anmerkung der Redaktion

ist Redakteurin beim TAGESSPIEGEL. Sie absolvierte ihre Ausbildung an der Axel-Springer Akademie und arbeitete danach unter anderem für die MÄRKISCHE ALLGEMEINE und die WELT. Seit 2001 ist sie beim TAGESSPIEGEL und schreibt vor allem für die Seite Drei. Außerdem verfasst Bemmer Gastbeiträge für andere Medien. Dazu gehören DIE ZEIT sowie das Politikmagazin CICERO.

DER TAGESSPIEGEL ist eine 1945 gegründete Tageszeitung aus Berlin. Chefredakteur ist , die Herausgeber sind und . Im Unterschied zur BERLINER ZEITUNG wird der TAGESSPIEGEL traditionell vor allem in den westlichen Bezirken der Stadt gelesen, da die Mauer die Verbreitung der Zeitung auf Westberlin beschränkt hatte. Eine 2024 durchgeführte Untersuchung der Universität Mainz zu 47 Medien ordnet die „ideologische Grundpositionierung“ des TAGESSPIEGELS als gemäßigt liberal-progressiv und gemäßigt sozialstaatsorientiert ein. Seit 2014 erhält der TAGESSPIEGEL besondere Aufmerksamkeit dank seines Checkpoint-Newsletters, der täglich aus Berlins Politik, Wirtschaft und Gesellschaft berichtet. EUROTOPICS beschreibt die Blattlinie der Zeitung als liberal. Der TAGESSPIEGEL wurde lange Zeit den regionalen Zeitungen zugerechnet, verfolgt seit einigen Jahren jedoch verstärkt eine überregionale Ausrichtung. Die Printauflage bleibt jedoch stark regional dominiert. Die verkaufte Auflage der Zeitung betrug im vierten Quartal 2025 rund 98.000 Exemplare (IVW), ihre Website verzeichnete laut Similarweb im März 2026 45,2 Millionen Besuche. Im Jahr 2025 war der TAGESSPIEGEL die meistzitierte Regionalzeitung Deutschlands (Quelle: Media Tenor). 2022 geriet die Chefredaktion des TAGESSPIEGELS infolge einer Kolumne des ehemaligen Chefredakteurs in die Kritik. In dem Artikel bezeichnete Martenstein das Tragen von Judensternen auf Corona-Demonstrationen als „sicher nicht antisemitisch“. Daraufhin distanzierte sich die TAGESSPIEGEL-Chefredaktion und depublizierte den Online-Beitrag. Der TAGESSPIEGEL erscheint im Verlag Der Tagesspiegel GmbH, der zur DvH Medien GmbH der Holtzbrinck-Familie gehört. Der DvH gehören außerdem die Titel HANDELSBLATT, WIRTSCHAFTSWOCHE sowie 50 Prozent des Verlags der ZEIT.

Originalartikel
Braucht es einen Ostbeauftragten der Bundesregierung?: Ja, aber anders!
DER TAGESSPIEGELAriane Bemmer
19.01.2025 · 2 Minuten · Deutsch
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