Perspektive

zur Debatte vom 27. November 2025
Sollte die Bundesregierung an beratenden Bürgerräten festhalten?
Pro

Bürgerräte können das Vertrauen in die Politik stärken und neue Impulse geben

Die Perspektive in 30 Sekunden

Gerade jetzt fehlen neue Bürgerräte, meint Reporter . Für ihn braucht es mehr Mitbestimmung der Bevölkerung in der Politik, um wieder das Vertrauen in sie zu stärken. Dazu kommentiert er in der überregionalen Nachrichtenplattform REDAKTIONSNETZWERK DEUTSCHLAND (RND).

Entgegen der Bundestagspräsidentin Julia Klöckner (CDU) findet Sternberg: Es ist genau jetzt Zeit für mehr Bürgerräte. „Das Land ist in der Dauerkrise“, schreibt er, auch weil große Fragen ihm zufolge aktuell oft unbeantwortet bleiben: „Was bedeutet Generationengerechtigkeit? Gegen welche Bedrohungen sind wir gewappnet – Extremwetter, Sabotage, hybride Kriegsführung? Was verbindet uns noch in diesem gemeinsamen Land?“ Bürgerräte bieten nach Ansicht des Reporters Raum für genau diese Themen, weil Menschen außerhalb der Politik zusammenkommen und Zeit für Diskussionen haben.

„160 zufällig ausgewählte Menschen aus allen Altersgruppen und Lebenslagen“ könnten über diese Themen beraten und dabei vielleicht Impulse für die tatsächlichen Entscheidungsträger:innen geben, ist Sternberg überzeugt. Er unterstreicht die heilsame Wirkung, die eine solche Beteiligung für das Vertrauen in die Politik haben könne.

Anmerkung der Redaktion

ist Journalist und Korrespondent im Hauptstadtbüro der Nachrichtenplattform REDAKTIONSNETZWERK DEUTSCHLAND. Der promovierte Historiker, studierter Politikwissenschaftler und Literat schreibt außerdem regelmäßig für die Tageszeitung FRANKFURTER RUNDSCHAU. Dort beschäftigt er sich viel mit der AfD und Rechtspopulismus. Außerdem ist er Autor mehrerer Sachbücher.

Das REDAKTIONSNETZWERK DEUTSCHLAND (RND) ist eine 2013 gegründete überregionale Nachrichtenplattform der Madsack-Mediengruppe mit Hauptsitz in Hannover. Die Chefredaktion haben Sven Clausen und inne. Das RND ist das Ergebnis von Umstrukturierungen und Sparmaßnahmen bei Lokalmedien. Dabei beliefert das RND mehr als 125 Medienmarken, darunter vor allem Regionalzeitungen, mit überregionalen Inhalten, während die Medien ihre regionalen Inhalte überwiegend eigenständig erstellen. Dazu zählen einerseits Titel von Madsack, wie etwa die LEIPZIGER VOLKSZEITUNG, die HANNOVERSCHE ALLGEMEINE ZEITUNG und die MÄRKISCHE ALLGEMEINE ZEITUNG, zusätzlich aber auch Partnermedien wie der KÖLNER STADTANZEIGER, die NEUE WESTFÄLISCHE und die WESTDEUTSCHE ZEITUNG. Eigenen Angaben zufolge erreichen die Medien des RND damit eine Gesamtreichweite von 7,2 Leser:innen (Stand 2025). Laut der Plattform Similarweb hatte der Webauftritt des RND im Februar 2026 rund 3,6 Millionen Besuche zu verzeichnen. Größter Einzelaktionär von Madsack ist die ddvg (Deutsche Druck- und Verlagsgesellschaft), die sich vollständig im Besitz der SPD befindet. Diese Beteiligung sorgt regelmäßig für Debatten über möglichen parteipolitischen Einfluss auf Medienunternehmen. Eine große Beteiligung hält außerdem die Tochter des Madsack-Gründers, Sylvia Madsack.

Originalartikel
Rettet die Räterepublik
REDAKTIONSNETZWERK DEUTSCHLAND (RND)Jan Sternberg
26.11.2025 · 2 Minuten · Deutsch
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