Perspektive
zur Debatte vom 28. Februar 2025
Braucht es noch einen Ostbeauftragten in der Bundesregierung? Contra
Das Amt ist mittlerweile überholt
Die Perspektive in 30 Sekunden
In den Augen von Tobias Heimbach gibt es in der Ost-West-Debatte zwar weiterhin viel aufzuarbeiten. „Doch ob ein Ostbeauftragter dafür zwingend notwendig ist?“, fragt sich der Berlin-Korrespondent bei der STUTTGARTER ZEITUNG.
Es hat laut Heimbach durchaus eine Zeit gegeben, in der das Amt sinnvoll gewesen sein mag, um dem Osten eine Stimme zu geben. „Doch heute gibt es selbstbewusste Ministerpräsidenten, die diese Rolle übernehmen“, so der Hauptstadtkorrespondent. Gleichzeitig sei mit der Zeit immer unklarer geworden, was eigentlich die konkrete Aufgabe des oder der Ostbeauftragten sei. „So wurde das Amt zwischen den Ministerien scheinbar wahllos hin- und hergeschoben“, moniert Heimbach.
„Den Osten“ gibt es seiner Ansicht sowieso längst nicht mehr – ebenso wenig, wie es laut Heimbach jemals „den Westen“ gab. Die Themen werden in den Ministerien und Behörden jedenfalls weiter bearbeitet werden, „ob mit Ostbeauftragten – oder ohne“, so Heimbach.
Anmerkung der Redaktion
Tobias Heimbach ist Journalist und Hauptstadtkorrespondent bei der STUTTGARTER ZEITUNG. Zuvor hat er als Politikredakteur beim BUSINESS INSIDER vor allem über die beiden deutschen Großparteien CDU und SPD geschrieben. Heimbach hat sein Volontariat bei der Axel-Springer-Akademie absolviert und danach unter anderem für die BILD und das „Morning Briefing“ von Gabor Steingart gearbeitet. Er hat an der Freien Universität Berlin Nordamerikastudien im Master studiert.
Die STUTTGARTER ZEITUNG (StZ) ist eine Regionalzeitung mit überregionalem Anspruch. Sie hat lokale Schwerpunkte und darüber hinaus überregional relevante Themen, die von jeweils eigenen Redaktionen verantwortet werden. Sie erschien erstmals 1945 und ging aus dem „Neuen Stuttgarter Tageblatt“ hervor, das nach dem Zweiten Weltkrieg wegen Befangenheit vier Jahre lang eingestellt wurde. 2015 wurden die STUTTGARTER NACHRICHTEN und die STUTTGARTER ZEITUNG zusammengelegt. Zusammen haben beide Medien eine Auflage von rund 194.000 Exemplaren zu verzeichnen (IVW Q3/2025). Chefredakteur der Print-Ausgabe ist der ehemalige stellvertretende Chefredakteur des HANDELSBLATTS, Joachim Dorfs. Für die Online-Ausgabe verantwortlich zeigt sich seit dem 1. Januar 2024 Johanna Bruckner, die als Head of Digital/Content für die Zeitungsgruppe tätig ist.
Originalartikel
Weg mit dem Ostbeauftragten!
STUTTGARTER ZEITUNG
Tobias Heimbach 17.01.2025 ·
2 Minuten ·
Deutsch
Die Buzzard-Expert:innen haben diesen Artikel aus über 2.000 Medien für dich recherchiert und zusammengefasst, damit du in kurzer Zeit einen möglichst umfassenden Blick auf das Thema bekommst.
Mehr...
Zum Artikel