Perspektive

zur Debatte vom 29. November 2023
Brauchen Schulen eine Pause von der Digitalisierung?
Contra

Das Digitale muss zur Grundkompetenz von Schulkindern gehören

Die Perspektive in 30 Sekunden

Das geforderte Moratorium gegen die Digitalisierung an Schulen und Kitas soll den „DigitalPakt 2.0“ der Bundesregierung verhindern. Bildungsexperte und Schulleiter macht sich demgegenüber stark für den Digitalpakt. Im Gespräch mit Journalistin und Volontärin im Webportal des TV-Magazins PRISMA, erklärt Fugmann: „[F]ür mich gehört das Digitale zur Grundkompetenz unserer Schüler:innen“. Es sei wichtig, die Digitalisierung von Schulen voranzutreiben, um alle Schulen gleichermaßen mit digitalen Bildungsmöglichkeiten auszustatten. Somit sorge man für Chancengerechtigkeit.

Fugmann betont, wie wichtig es für Schüler:innen sei, den Umgang mit Technologien und Medienkompetenzen in der Schule zu erlernen. Grund dafür seien die sich ändernden „Lebens- und Berufswelten der Kinder“. Der Bildungsexperte plädiert dafür, die Generationen nach uns auf die digitale vorzubereiten: „Sie müssen sich mental darauf einstellen, dass sich die Welt verändert.“ Dafür müsse die Digitalisierung in den Schulen Deutschlands jedoch weiter ausgebaut werden.

Denn momentan sei das digitale Lernen noch von Schule zu Schule unterschiedlich. Der Bildungsexperte berichtet von Schulen mit Endgeräten, aber ohne Software oder Schulen, an welchen die Digitalisierung „überhaupt nicht vorangeschritten ist“. Ein Aufschub der Digitalisierung durch ein Moratorium nehme Schüler:innen die Möglichkeit auf Chancengerechtigkeit.

Anmerkung der Redaktion

ist ein deutscher Bildungsexperte und Schulleiter. Seit 2019 leitet er die Abteilung Bildung und Digitales bei der DAPF in Dortmund und ist Studienleiter des Zertifikatskurses Digital Learning Leadership. Zuvor war Fugmann Schulleiter am Evangelisch-Stiftischen-Gymnasium (ESG) in Gütersloh, in dem alle Schüler*innen und Lehrer*innen mit eigenen digitalen Endgeräten im Unterricht arbeiten. Außerdem ist er Mitgründer des Projekts eSchool21/NERDL, einem Lernmanagementsystem für Schulen, das an der Deutschen Internationalen Schule in Silicon Valley, dem ESG und weiteren Pilotschulen entwickelt und erprobt wird.

Aylin Rauh ist eine deutsche Journalistin. Aktuell leistet sie ein Volontariat bei der Mediengruppe TELESCHAU. Im Zuge dessen veröffentlicht sie Beiträge für die Zeitschrift PRISMA. Ihren Bachelor in Journalismus schloss Rauh an der Macromedia-Hochschule für angewandte Wissenschaft ab.

PRISMA.de ist das Webportal des TV-Magazins PRISMA. Das Magazin ist eine wöchentlich erscheinende Beilage zu mehr als 100 deutschen Tageszeitungen in der gesamten Bundesrepublik. Redaktionell beschäftigt sich PRISMA mit Unterhaltungsthemen, Kultur, Gesundheit, Freizeit und Digitalem. Seit 2020 gibt es unter dem Namen PRISMATV auch einen YouTube-Kanal, auf dem Bewegtbildangebote veröffentlicht werden. Nach eigenen Angaben zielt die Zeitschrift auf ein Publikum ab 45 Jahren ab. Laut der Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern (IVW) lag die verkaufte Auflage der Zeitungsbeilage im dritten Quartal 2023 bei rund 7,13 Millionen Exemplaren.

Originalartikel
Bildungsexperte Martin Fugmann erklärt, warum ein DigitalPakt 2.0 wichtig ist
PRISMAMartin FugmannAylin Rauh
10.11.2023 · 6 Minuten · Deutsch
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