Perspektive

zur Debatte vom 08. April 2026
Ist die Aufregung über die Meldepflicht beim Wehrdienstgesetz gerechtfertigt?
Pro

Das greift zu sehr in die Grundrechte ein

Die Perspektive in 30 Sekunden

In den Augen von muss ein Staat tatsächlich wissen, wo sich seine wehrfähigen Bürger aufhalten. Aber Auslandsreise nur noch mit Erlaubnis der Bundeswehr hält der Politikredakteur bei der regionalen Tageszeitung NEUE OSNABRÜCKER ZEITUNG (NOZ) dann doch für übertrieben.

Für Koch ist es nebensächlich, ob diese Erlaubnis grundsätzlich erteilt werden soll, solange der Wehrdienst freiwillig bleibt. In seinen Augen geht es dabei nämlich ums Prinzip. Denn die Reisefreiheit gehört für ihn zum Kernbestand der liberalen Freiheit. „Und demokratische Gesellschaften verteidigen ihre Freiheiten“, macht er deutlich. „Im Zweifel auch vor dem eigenen Staat.“

Die Regierung sollte sich daher solche scharfen Einschnitte in sensible Grundfreiheiten auch sparen und darauf konzentrieren, mehr Soldat:innen und Reservist:innen für die Bundeswehr zu gewinnen, statt die Reisepläne ihrer Bürger zu prüfen. Koch ist überzeugt: „Mehr Formulare machen noch keine schlagkräftige Armee.“

Anmerkung der Redaktion

ist Niedersachsenkorrespondent in Hannover für die NEUE OSNABRÜCKER ZEITUNG. Nachdem er sein Volontariat bei der Zeitung absolviert hat, war Koch für eine Hospitanz bei der ZEIT. Er hat Politikwissenschaft und Philosophie an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel studiert.

Die NEUE OSNABRÜCKER ZEITUNG (NOZ) ist eine regionale Tageszeitung in der Region um Osnabrück und dem Emsland, die 1967 entstand. Chefredakteure sind und . Gemeinsam mit ihren zahlreichen Regionalausgaben gehört sie zu den größten Regionalzeitungen Deutschlands und erscheint in der Summe in einer verkauften Auflage von rund 149.000 Exemplaren (IVW Stand Q1/2026). Die Website der NOZ verzeichnete im April 2026 rund 10,1 Millionen Aufrufe (Quelle: Similarweb). Im September 2023 wurde die NOZ für einen Beitrag des Chefredakteurs Burkhard Ewert mit dem Titel „Krieg in der Ukraine: Zum Glück gibt es ‚Telegram‘“ vom Deutschen Presserat gerügt. Dabei wurde ihm eine ungeprüfte Übernahme von Telegram-Meldungen bzgl. des Ukrainekriegs vorgeworfen. 2024 wurde die NOZ von der TAZ und ÜBERMEDIEN wegen einer von der NOZ und dem Onlinemagazin MULTIPOLAR beauftragten repräsentativen Forsa-Umfrage zur COVID-19-Impfung kritisiert. MULTIPOLAR wird als verschwörungstheoretisches Alternativmedium eingeordnet. Im März 2025 sah die TAZ bei der NOZ „rechte Narrative, immer größere Putin-Nähe und Verschwörungserzählungen“. Die NOZ gehört zu 50 % der Familie Elstermann, die andere Hälfte hält die einflussreiche Mediengruppe NOZ/mh:n MEDIEN, die wiederum zu jeweils 50 % der Familie Elstermann und der Familie Fromm gehört.

Originalartikel
https://www.noz.de/deutschland-welt/meinung/artikel/auslandsreise-nur-noch-mit-erlaubnis-jetzt-uebertreibt-der-staat-50483979
NEUE OSNABRÜCKER ZEITUNG (NOZ)Jonas E. Koch
06.04.2026 · 2 Minuten · Deutsch
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