Perspektive

zur Debatte vom 12. November 2025
Müssen Deutschlands Schüler kriegs- und krisentüchtig werden?
Pro

Das könnte gegen die Ängste helfen, die sie angesichts der globalen Krisen haben

Die Perspektive in 30 Sekunden

Es ist wichtig, über Krieg und Frieden zu sprechen, findet , die Hauptstadtkorrespondentin der überregionalen Finanz- und Wirtschaftszeitung HANDELSBLATT. Ihr zufolge ist das Ausbrechen eines Kriegs in Deutschland eine reale Angst unter Jugendlichen und muss deshalb auch thematisiert werden.

Angers Idee: Der Unterricht zu Sicherheitspolitik und Friedenssicherung kann helfen, die mentale Belastung junger Menschen zu verringern. Den Vorstoß von Bundesinnenminister (CSU) zu einem solchen Krisenunterricht begrüßt Anger daher. Sie betont, der Minister verlange keine „Wehrerziehung“, sondern wolle lediglich, „dass Bedrohungen überhaupt thematisiert werden“. Für sie ist das ein Schritt in die richtige Richtung.

Zwar erkennt sie die Sorge einiger Eltern vor „politisch-ideologischer Erziehung“ an, sieht aber Möglichkeiten, dieses Risiko zu senken – etwa durch die Einbeziehung ziviler Organisationen. Insgesamt empfindet die Autorin Dobrindts Vorschlag deshalb als sinnvolle Reaktion auf reale Ängste junger Menschen, nicht als Ausdruck von Panikmache.

Anmerkung der Redaktion

ist Wirtschafts- und Politikjournalistin. Sie hat Publizistik und Germanistik studiert und an der Freien Universität Berlin promoviert. Nach Stationen beim TAGESSPIEGEL und der FRANKFURTER RUNDSCHAU hat sie an der Georg-von-Holtzbrinck-Schule für Wirtschaftsjournalist:innen volontiert. Seit 2011 ist sie Hauptstadtkorrespondentin für das HANDELSBLATT.

Das HANDELSBLATT ist eine Tageszeitung mit Sitz in Düsseldorf, Chefredakteur ist . Das HANDELSBLATT ist die auflagenstärkste deutschsprachige Wirtschafts- und Finanzzeitung und ein Börsenpflichtblatt. Sie wird zu den Leitmedien gezählt, also zu den Medien, die einen besonderen Einfluss auf die öffentliche Meinung und auf andere Massenmedien ausüben. Das HANDELSBLATT erschien erstmals 1946 mit der Auflage der britischen Militärbehörden, das „friedliche Zusammenspiel von Arbeit und Kapital“ journalistisch im Einklang zu halten. Die Blattlinie des HANDELSBLATTS gilt als wirtschaftsliberal. Das HANDELSBLATT finanziert sich durch Abonnements, Printverkäufe und Werbung. Es hostet außerdem Live-Events in Form von Tagungen, Trainings und Konferenzen. Im ersten Quartal 2025 war das HANDELSBLATT die meistzitierte Wirtschaftszeitung Deutschlands (Quelle: Media Tenor). Die verkaufte Auflage liegt bei ca. 157.500 Exemplaren (IVW Q1/2026). Die Website des HANDELSBLATTS verzeichnete im März 2026 24,2 Millionen Aufrufe (Quelle: Similarweb). Die Zeitung wird von der Handelsblatt Media Group herausgegeben, die der DvH Medien GmbH der Familie Holtzbrinck gehört. Der DvH gehören außerdem die Titel TAGESSPIEGEL, WIRTSCHAFTSWOCHE sowie 50 % Anteile an der ZEIT.

Originalartikel
Jugendliche müssen über Krieg im Unterricht sprechen
HANDELSBLATTHeike Anger
01.11.2025 · 3 Minuten · Deutsch
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