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Das Late-Night-Fernsehen ist tot – und daran sind die Moderatoren selbst schuld

Die Perspektive in 30 Sekunden

Die Reporterin findet es gut, dass die Late-Night-Shows in den USA so unter Druck stehen. „Daran sind die egoistischen, ideologischen Moderatoren Kimmel und Colbert selbst schuld“, kommentiert sie bei der konservativen Boulevardzeitung NEW YORK POST. Ihrer Meinung nach haben die beiden abgesetzten Moderatoren politisch zu viel Einfluss nehmen wollen und sind deshalb zu Recht gescheitert.

Fleming zitiert den ehemaligen Late-Night-Moderator Johnny Carson, der 1979 fand, solche Shows sollten sich nicht mit ernsten, politischen Themen beschäftigen, weil das die Leute beeinflussen könnte. Jimmy Kimmel und Stephen Colbert wirft sie vor, ihre Shows eben politisch gestaltet zu haben – und bevormundend: „Wir müssen über Politik belehrt werden und erfahren, dass eine Seite des Landes, nämlich diejenigen, die die Republikaner gewählt haben, von Natur aus böse und zerstörerisch ist.“

Es sei klar gewesen, dass Shows scheitern, die die Hälfte des Landes als bösartig verurteilen, denkt Fleming. „Die Realität ist, dass dieser Moment der Abrechnung selbstverschuldet war – und unvermeidlich“, kommentiert sie.

Anmerkung der Redaktion

ist eine US-amerikanische Journalistin und Feature-Autorin bei der NEW YORK POST. Dort berichtet sie unter anderem über Pop-Kultur, Sport und Politik.

Die NEW YORK POST (auch NYPOST) ist eine US-amerikanische Boulevardzeitung mit Sitz in New York City. Sie wurde 1801 gegründet und ist damit die älteste noch bestehende Zeitung des Landes. Seit Mitte der Siebziger ist sie im Besitz der News Corporation des Medienunternehmers Rupert Murdoch, dem unter anderem auch der rechtskonservative und Republikaner-freundliche Fernsehsender FOX NEWS gehört. Die Berichterstattung der POST wird oft als sensationsheischend beschrieben. Die LA TIMES bezeichnete die NYPOST 2017 als bevorzugte Informationsquelle von Präsident Donald Trump. Diesen unterstützte die Zeitung auch öffentlich im Vorwahlkampf der Republikaner 2016 und bei der Präsidentschaftswahl 2020. 2021 veröffentlichte die NYPOST einen Bericht, der behauptete, dass Flüchtlinge Willkommenspakete mit einem von Kamala Harris entworfenen Kinderbuch erhielten. Der Bericht stellte sich später als erfunden heraus. Die verantwortliche Journalistin kündigte mit der Begründung, sie sei gegen ihren Willen von der gezwungen worden, den Artikel zu verfassen. Obwohl die Auflage in den letzten Jahren stark rückläufig ist, zählt sie zu den auflagenstärksten überregionalen Zeitungen in den USA. Die tägliche Auflage lag 2024 bei 518.000 Exemplaren. Die Onlineseite der NEW YORK POST wurde 391 Millionen mal pro Monat aufgerufen.

Originalartikel
Late-night TV is truly dead — and you can only blame egotistical, politically obsessed Kimmel and Colbert themselves
NEW YORK POSTKirsten Fleming
18.09.2025 · 3 Minuten · Englisch
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