Perspektive
zur Debatte vom 19. Dezember 2025
Sollten sogenannte Problemwölfe schneller abgeschossen werden dürfen? Pro
Dem Wolfbestand wird das nicht schaden
Die Perspektive in 30 Sekunden
In der linksliberalen Wochenzeitung DER FREITAG befürwortet der Journalist und aktive Jäger Eckhard Fuhr die Aufnahme des Wolfes in das Bundesjagdgesetz. Seiner Meinung nach haben Wölfe die besten Voraussetzungen, in der Gegenwart zu überleben – auch trotz der geplanten Abschüsse.
„Es sind Tiere unserer Zeit, Profiteure der jüngsten Moderne“, schreibt Fuhr über den Wolf. Grund dafür ist ihm zufolge die moderne Agrarwirtschaft. Durch neue Anbaumethoden werden die Erträge immer größer. Davon profitieren laut Fuhr nicht nur die Menschen, sondern auch die Wildtiere. „Nie gab es so viele Rehe, Hirsche und Wildschweine wie heute“, betont Fuhr. Und genau dieses Wild sei die Hauptnahrungsquelle des Wolfes.
Hinzu kommt laut Fuhr, dass die Aufnahme ins Jagdrecht notwendig ist, um mit übergriffigen Wölfen umgehen zu können. Zwar habe es zuvor bereits einen rechtlichen Rahmen für die Tötung von Problemwölfen gegeben – doch dieser sei fast immer durch Klagen von Naturschutzorganisationen verhindert worden, kritisiert er.
Anmerkung der Redaktion
Eckhard Fuhr ist Journalist, Autor und Korrespondent für Kultur und Gesellschaft für DIE WELT. Der aktive Jäger ist zudem Mitglied und stellvertretender Vorsitzender des Ökologischen Jagdvereins Brandenburg. Fuhr hat seine Karriere 1986 als politischer Redakteur für die FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG begonnen und wurde dort 1997 zum Ressortleiter für Innenpolitik. Von 2000 bis 2010 war Fuhr Chef des Feuilletons der WELT. Er hat Geschichte und Soziologie studiert.
DER FREITAG ist eine überregionale deutsche Wochenzeitung, die nach der Wende 1990 aus dem Ost-Berliner Sonntag, der DKP-nahen „Deutschen Volkszeitung“ und der Monatszeitschrift „Die Tat“ hervorgegangen ist. Ziel der Gründer war es damals, mit ihrer Zeitung das Zusammenwachsen der beiden deutschen Staaten zu begleiten und ein Forum für die Ost-West-Debatte zu bieten. Seit 2008 gehört DER FREITAG dem SPIEGEL-Erben Jakob Augstein, Chefredakteur:innen sind Philip Grassmann und Elsa Koester. EUROTOPICS ordnet die Wochenzeitung in ihrer Grundhaltung als linksliberal ein, auch DER FREITAG wirbt selbst damit, seine „Leserschaft mit seinen Qualitäten als linksliberale Wochenzeitung“ zu begeistern. Herausgeber Augstein sowie TAGESSPIEGEL und TAZ sprechen hingegen von einer dezidiert „linken Zeitung“. Kontrovers wurde innerhalb der Redaktion und Leserschaft die Entscheidung diskutiert, 2017 den ehemaligen CDU-Abgeordneten und umstrittenen Publizisten Jürgen Todenhöfer zum Herausgeber der Zeitung zu ernennen. Das führte dazu, dass dieser die Zeitung bereits 2018 wieder verließ. Die Zeitung veranstaltet die politische Veranstaltungsreihe „Freitag-Salon“ in Kooperation mit dem öffentlich-rechtlichen Berliner Radiosender RADIOEINS, der die Diskussion mit Jakob Augstein und seinem jeweiligen Gast live im Radio überträgt. Außerdem hat der FREITAG eine Kooperation mit der britischen Tageszeitung THE GUARDIAN für den deutschsprachigen Raum. Dabei erscheinen Artikel des GUARDIAN im FREITAG in deutscher Sprache. DER FREITAG hatte laut IVW im 1. Quartal 2026 eine verkaufte Auflage von rund 28.000 Exemplaren und verzeichnet damit eine positive Entwicklung. Sein Webauftritt hatte laut Similarweb im April 2026 rund 391.300 Besuche zu verzeichnen.
Originalartikel
Abschuss erleichtert: Der Wolf wird’s dennoch überleben
DER FREITAG
Eckhard Fuhr 18.12.2025 ·
4 Minuten ·
Deutsch
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