Perspektive
zum Tagesthema vom 17. September 2021„Manipuliert, beleidigt – und gewonnen“: Gemischte Reaktionen auf Einigung im Bahnkonflikt
Warum weder die GDL noch die Bahn wirklich gewonnen haben
Die Perspektive in 30 Sekunden
In den Augen von TAZ-Inlandsredakteur
„Der Tarifabschluss ist kein revolutionärer“, bilanziert Beucker daher. „In anderen Unternehmen wäre er sicherlich auch ohne drei Streikrunden und die Moderation zweier Ministerpräsidenten erreichbar gewesen.“ Er sieht vor diesem Hintergrund nun vor allem die Deutsche Bahn in der Pflicht. Diese werde an ihrer Firmenkultur arbeiten müssen, damit künftige Konflikte nicht derart eskalieren – den Bahnkunden zuliebe.
Doch auch die Gewerkschaften seien gefordert: So mahnt Beucker es als notwendig an, dass die GDL sowie die konkurrierende und weitaus größere Bahngewerkschaft EVG endlich ihr gestörtes Verhältnis zueinander entspannen. „Denn gemeinsam hätten sie sicherlich noch mehr für die Bahnbeschäftigten herausholen können“, findet Beucker.
Anmerkung der Redaktion
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DIE TAGESZEITUNG (TAZ)
Pascal Beucker