Perspektive

zur Debatte vom 01. September 2021
🗳 Brauchen wir einen höheren CO2-Preis?
ARGUMENTE AUS DEN MEDIEN

Der CO2-Preis ist die wichtigste Maßnahme im Klimaschutz

Die Perspektive in 30 Sekunden

Steigende CO2-Preise seien „die wichtigste Maßnahme im Klimaschutz“, betont der Geschäftsführer des Freiburger Öko-Instituts Rainer Gießhammer. Und im internationalen Vergleich falle die Bepreisung in Deutschland noch sehr moderat aus, erklärt er im Interview mit KLIMAREPORTER.

CO2-Preise seien erstens „verursachergerecht“, das heißt: diejenigen müssen für den Klimaschutz zahlen, die den Ausstoß klimaschädlicher Emissionen auch verursachen. Zweitens erlauben sie den Unternehmen „den optimalen Reduktionspfad zu finden“, so Gießhammer. Daher seien sich die meisten Wissenschaftler und Unternehmen seit vielen Jahren einig, dass der CO2-Preis das zentrale Instrument im Klimaschutz sein müsse.

Umstritten sei nur die Höhe der CO2-Bepreisung und wie schnell diese in den nächsten Jahren steigen solle, so Gießhammer. Und die falle in Deutschland deutlich günstiger aus als in anderen europäischen Ländern. Aktuell liegt der CO2-Preis hierzulande bei 25 Euro pro Tonne. „In Frankreich liegt der CO2-Preis bei 45 Euro pro Tonne, in der Schweiz bei 90 Euro, in Schweden bei 114 Euro“, legt der Umweltexperte dar. Zudem treffe ein höherer CO2-Preis auch in der deutschen Bevölkerung auf Zustimmung. „Mehrheitlich“ fordern die Bürger:innen eine Erhöhung, so Gießhammer.

Anmerkung der Redaktion

ist Chemiker, Professor an der Universität Freiburg und Mitglied im wissenschaftlichen Beirat des Öko-Instituts, einem unabhängigen Umweltforschungsinstitut in Freiburg im Breisgau. Er beschäftigt sich hauptsächlich mit Chemie und Umwelt, Ökobilanzen und nachhaltiger Entwicklung.

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Originalartikel
"Ziele ohne Maßnahmen sind Betrug an den Wählern"
KLIMAREPORTERRainer Grießhammer
26.02.2021 · 5 Minuten · Deutsch
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