Perspektive

zum Tagesthema vom 14. Mai 2025
Merz verlangt bei erster Regierungserklärung „gewaltige Kraftanstrengung“
Kritik

Die Merz-Regierung ist schon jetzt am Streiten – das erinnert bedrohlich an die Ampel

Die Perspektive in 30 Sekunden

Beim deutschen Journalismus-Start-up TABLE.MEDIA bewerten die Journalisten und sowie der Leiter des Berlin-Teams den Start der neuen Bundesregierung unter (CDU) kritisch. Denn schon jetzt zeigen sich ihnen zufolge die ersten Streitpunkte zwischen Union und SPD.

Die Autoren verweisen dabei auf Unklarheiten bei den verschärften Grenzkontrollen, viel mehr noch aber auf den Streit über ein Rentenkonzept der Zukunft und den schwelenden Konflikt über den Umgang mit der Linkspartei. Diese Themen wurden bei den Koalitionsverhandlungen ausgespart, verlangen aber nach Lösungen, so die Autoren. Hier klaffen in ihrer Wahrnehmung „bedrohlich tiefe Gräben zwischen den Koalitionären“.

Uneinigkeit habe sich zum Beispiel auch in dem Vorstoß von Sozialministerin Bärbel Bas gezeigt, als sie auch Beamte und Selbständige in die Rentenversicherung einzahlen lassen wollte. Die Union habe direkt widersprochen. „Es fehlt, mindestens bislang, an Zurückhaltung und Zusammenhalt“, stellen Knaup, Bellikli und Braun fest. „Nur das Bedürfnis nach Profilierung und Abgrenzung ist deutlich sichtbar.“ Hier fühlen sich die Autoren an die Ampelkoalition erinnert, die im Streit zerbrochen war.

Anmerkung der Redaktion

ist freier Journalist und Autor. Er schreibt über die Bundespolitik, insbesondere über die SPD, Verkehr und Umwelt. Knaup schreibt für die BADISCHE ZEITUNG, TABLE.MEDIA und andere Medien. Zuvor war er beim SPIEGEL lange Hauptstadtredakteur, später Afrika-Korrespondent. Knaup arbeitet seit 2017 freiberuflich und hat 2021 ein Buch über die Herausforderungen von Bundestagsabgeordneten verfasst: „Alleiner kannst du gar nicht sein“.

ist Journalist und Redakteur im Berlin Team des TABLE.MEDIA. Dort schreibt er hauptsächlich über Sozialpolitik. Er leitet auch die Fachgruppe Sozialjournalismus von dem Journalismus-​Verein Netzwerke Recherche. Zuvor hat er im SPIEGEL-Hauptstadtbüro gearbeitet. Bellikli hat Politikwissenschaft an der Universität Freiburg studiert.

leitet seit Oktober 2022 das Team von Berlin für TABLE.MEDIA. Er war als Redakteur im Berliner Büro der SÜDDEUTSCHEN ZEITUNG tätig. Der studierte Philosoph hat sein Volontariat bei der STUTTGARTER ZEITUNG absolviert und war anschließend der Korrespondent der Zeitung in Bonn. Mehr als ein Jahrzehnt widmete sich Brauns inhaltlich der ehemaligen Bundeskanzlerin und der Union. Seit Ende 2013 schreibt er vor allem über die deutsche Außenpolitik, die Grünen und das Bundesinnenministerium.

TABLE.MEDIA ist ein deutsches Journalismus-Start-up, das Briefings bzw. Fachnewsletter zu verschiedenen Themenkomplexen herausgibt. Es wurde im Jahr 2019 vom früheren Tagesspiegel-Herausgeber Sebastian Turner gegründet und hat seinen Hauptsitz in Berlin. Die Chefredaktion besteht aus Antje Sirleschtov und . TABLE.MEDIA bietet Newsletter zu den Themen China, Europapolitik, Bildungspolitik, Forschungspolitik, internationale Klimapolitik, Außen- und Sicherheitspolitik, ESG (Nachhaltigkeitspolitik) und Afrika. Laut der SZ bietet das Start-up „in die Tiefe gehende Informationsangebote, die auf eine sehr kleine, aber zahlungskräftige Zielgruppe zugeschnitten sind“. Ein monatliches Abo für die täglich erscheinenden kostenpflichtigen Newsletter kostet rund 200 Euro. Daneben gibt es werktäglich den kostenlosen Newsüberblick 100 Headlines und mit Berlin.Table einen kostenlosen Newsletter zur Bundespolitik.

Originalartikel
Neue Regierung: Schwarz-Rot ist schneller als die Ampel – bei der Offenlegung erster Bruchlinien
TABLE.MEDIAHorand KnaupOkan BellikliStefan Braun
11.05.2025 · 3 Minuten · Deutsch
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