Perspektive

zur Debatte vom 01. September 2021
🗳 Brauchen wir einen höheren Mindestlohn?
ARGUMENTE AUS DEN MEDIEN

Der Mindestlohn reicht oft nicht zum Leben

Die Perspektive in 30 Sekunden

„In vielen Landesteilen reicht der gesetzliche Mindestlohn nicht zum Leben“ kritisiert Politik-Korrespondent im TAGESSPIEGEL. Menschen, die Mindestlohn verdienen, können sich oft ihre Wohn- und Heizkosten nicht mehr leisten, veranschaulicht er.

Das Arbeitsministerium habe ausgerechnet, „wie hoch der jeweilige Mindestlohn sein müsste, damit Wohn- und Heizkosten gedeckt sind“, belegt Starzmann. Vorgesehen sei beim aktuellen Mindestlohn von 9,60 Euro, dass Wohnen und Heizen eine Vollzeit arbeitende Person nicht mehr als 432 Euro monatlich kosten. Das Ergebnis: In vielen Gegenden liegen die Kosten deutlich höher – im Schnitt bei 540 Euro, verdeutlicht der Redakteur. Vor allem in Städten wie Hamburg oder Köln.

Diese Zahlen der Bundesregierung zeigen, dass wir auch in Deutschland das Problem der „working poor“ haben – Menschen, die trotz Arbeit arm sind, schreibt Starzmann. Sie seien auf staatliche Unterstützung angewiesen, obwohl sie Vollzeit arbeiten gehen. Es braucht daher einen höheren Mindestlohn, damit über Wohn- und Heizkosten hinaus noch genug zum Leben bleibe, argumentiert der Politik-Journalist.

Anmerkung der Redaktion

ist Journalist und Redakteur beim TAGESSPIEGEL. Der promovierte Sprachwissenschaftler hat außerdem für die SPD-Parteizeitschrift VORWÄRTS und EURACTIV gearbeitet, einem Nachrichtenportal zur Europäischen Union. Für den TAGESSPIEGEL ist er politischer Korrespondent in der Hauptstadtredaktion.

DER TAGESSPIEGEL ist eine 1945 gegründete Tageszeitung aus Berlin. Chefredakteur ist , die Herausgeber sind und . Im Unterschied zur BERLINER ZEITUNG wird der TAGESSPIEGEL traditionell vor allem in den westlichen Bezirken der Stadt gelesen, da die Mauer die Verbreitung der Zeitung auf Westberlin beschränkt hatte. Eine 2024 durchgeführte Untersuchung der Universität Mainz zu 47 Medien ordnet die „ideologische Grundpositionierung“ des TAGESSPIEGELS als gemäßigt liberal-progressiv und gemäßigt sozialstaatsorientiert ein. Seit 2014 erhält der TAGESSPIEGEL besondere Aufmerksamkeit dank seines Checkpoint-Newsletters, der täglich aus Berlins Politik, Wirtschaft und Gesellschaft berichtet. EUROTOPICS beschreibt die Blattlinie der Zeitung als liberal. Der TAGESSPIEGEL wurde lange Zeit den regionalen Zeitungen zugerechnet, verfolgt seit einigen Jahren jedoch verstärkt eine überregionale Ausrichtung. Die Printauflage bleibt jedoch stark regional dominiert. Die verkaufte Auflage der Zeitung betrug im vierten Quartal 2025 rund 98.000 Exemplare (IVW), ihre Website verzeichnete laut Similarweb im März 2026 45,2 Millionen Besuche. Im Jahr 2025 war der TAGESSPIEGEL die meistzitierte Regionalzeitung Deutschlands (Quelle: Media Tenor). 2022 geriet die Chefredaktion des TAGESSPIEGELS infolge einer Kolumne des ehemaligen Chefredakteurs in die Kritik. In dem Artikel bezeichnete Martenstein das Tragen von Judensternen auf Corona-Demonstrationen als „sicher nicht antisemitisch“. Daraufhin distanzierte sich die TAGESSPIEGEL-Chefredaktion und depublizierte den Online-Beitrag. Der TAGESSPIEGEL erscheint im Verlag Der Tagesspiegel GmbH, der zur DvH Medien GmbH der Holtzbrinck-Familie gehört. Der DvH gehören außerdem die Titel HANDELSBLATT, WIRTSCHAFTSWOCHE sowie 50 Prozent des Verlags der ZEIT.

Originalartikel
In vielen Regionen reicht der Mindestlohn nicht zum Leben
DER TAGESSPIEGELPaul Starzmann
13.08.2021 · 2 Minuten · deutsch
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