Perspektive

zur Debatte vom 31. August 2021
🗳 Sollten ab 2030 nur noch emissionsfreie Autos zugelassen werden?
ARGUMENTE AUS DEN MEDIEN

Die E-Mobilität ist noch nicht weit genug

Die Perspektive in 30 Sekunden

In einem Kommentar in der Tageszeitung AUGSBURGER ALLGEMEINE erläutert Wirtschaftsjournalist , warum der Abschied vom Verbrennungsmotor problematisch sei: Der Ausbau der E-Mobilität sei einfach noch nicht weit genug.

Zwar werde die Reichweite der E-Autos kontinuierlich erhöht und die Batterieherstellung ohne gefährliche Stoffe gefördert. Trotzdem seien längst nicht alle Probleme der E-Autos gelöst, warnt der Wirtschaftsjournalist. Seiner Meinung nach gibt es drei offene Baustellen: Ladenetz, Ökostrom und Zulieferer.

Wer nicht am Haus laden kann, habe bei einem unzureichend ausgebauten Ladenetz schon Schwierigkeiten. Auch im Ausland sei das Netz dünn. Der Strom, der die Ladestellen bestückt, müsse außerdem aus erneuerbaren Energien stammen – in der Klimabilanz seien E-Autos sonst unnütz. Auch im Hinblick auf die Zulieferer „bringt die Elektro-Wende Verwerfungen mit sich“, so der Journalist. Arbeitnehmer:innen müssen umgeschult werden und Forschung und Entwicklung der Unternehmen umgestellt, betont er. Dafür brauche es Unterstützung seitens des Staates.

Prinzipiell sei es zwar sinnvoll aus dem Verbrennungsmotor auszusteigen. Der Ausstieg aus dem Verbrenner könne aber nur kommen, wenn bei der E-Mobilität die Punkte Ladenetz, Ökostrom und Zulieferer gelöst sind, meint er.

Anmerkung der Redaktion

, geboren 1978, ist Wirtschaftsjournalist bei der AUGSBURGER ALLGEMEINEN ZEITUNG. Seine Schwerpunkte sind Finanzen, Energie und regionale Unternehmen. Zuvor ist er Redakteur im Politikressort der Zeitung gewesen. Kerler hat Politikwissenschaften studiert und darin auch promoviert. Anschließend hat er eine Ausbildung zum Redakteur an der Günter-Holland-Journalistenschule in Augsburg absolviert.

Die AUGSBURGER ALLGEMEINE ist eine der größten bayerischen Lokalzeitungen. Sie hat ihren Sitz in Augsburg und wurde 1945 als SCHWÄBISCHE LANDESZEITUNG gegründet. 1959 erhielt sie ihren heutigen Namen. Sie gehört zur Mediengruppe Pressedruck, die nach Gesamtauflage das bundesweit sechstgrößte Verlagshaus ist. Die Journalismus-Plattform NEWROOM.DE bescheinigt der AUGSBURGER ALLGEMEINEN eine Monopolstellung im Raum Bayern und Schwaben, durch die die Zeitung gutes Geschäft macht. Die Mediengruppe Pressedruck gehört zu jeweils 50 Prozent den Schwestern Alexandra Holland und Ellinor Scherer. Das Hauptverbreitungsgebiet der AUGSBURGER ALLGEMEINEN ist das bayerische Schwaben und die angrenzenden Teile Oberbayerns. Die verkaufte Auflage der Hauptausgabe ist seit einigen Jahren rückläufig und beträgt gegenwärtig rund 68.000 Exemplare (IVW Q1/2026). Die Website der AUGSBURGER ALLGEMEINEN verzeichnete im März 2026 14,7 Millionen Aufrufe (Quelle: Similarweb). Chefredakteure der Zeitung sind Andrea Kümpfbeck und Peter Müller.

Originalartikel
Das Ende des Autos, wie wir es kennen
AUGSBURGER ALLGEMEINEMichael Kerler
25.07.2021 · 2 Minuten · Deutsch
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