Perspektive

zur Debatte vom 01. September 2021
🗳 Sollte Sterbehilfe legalisiert werden?
ARGUMENTE AUS DEN MEDIEN

Die Entscheidung eines Menschen sollte akzeptiert werden

Die Perspektive in 30 Sekunden

, evangelische Theologin und Professorin für Praktische Theologie an der Ruhr-Universität Bochum hat am 10. Januar einen viel zitierten Gastbeitrag in der FAZ gemeinsam mit den evangelischen Theologen Reiner Anselm und Ulrich Lilie veröffentlicht: Darin fordern die Theolog:innen, dass auch die Kirche sich assistiertem Suizid nicht weiter verwehren soll. Ein neuer rechtlicher Rahmen und entsprechende Beratung für den assistierten Suizid seien notwendig.

Im Interview mit dem freien Journalisten im christlichen Online-Magazin DIE EULE erläutert die Theologin ihre Beweggründe: „Ein assistierter Suizid, bei dem ein Mensch sagt, ich kann definitiv nicht mehr, es ist genug, ich lege das Geschenk des Lebens zurück in die Hände Gottes, sollte respektiert werden, auch wenn man sich als seelsorgliche Begleitperson die Entscheidung anders wünschen würde“.

Sie wünscht sich, dass Seelsorger:innen Patient:innen und ihre Angehörigen bei der Entscheidung über einen Freitod beraten und unterstützen. Und zwar ohne auf die Menschen in der Seelsorge Druck auszuüben oder den Freitod gar als „Sünde“ oder „Niederlage“ zu bezeichnen. Die „Stigmatisierung von Suizidwilligen“, wie sie in der Kirche Tradition habe, hält sie für problematisch. Aus ihrer Sicht sollte die eigene Entscheidung, zu sterben, nicht negativ betrachtet werden.

Anmerkung der Redaktion

ist evangelische Theologin, Professorin für Praktische Theologie an der Ruhr-Universität Bochum und die Leiterin des Instituts für Religion und Gesellschaft derselben Universität. Sie beschäftigt sich wissenschaftlich mit dem Verhältnis von Religion und Gesellschaft.

ist freier Journalist und der Gründer des christlichen Onlinemagazins DIE EULE. Er schreibt unter anderem auch für EVANGELISCH.DE, ÜBERMEDIEN und die WIENER ZEITUNG und hält als Referent Vorträge über religiöse Themen.

EULEMAGAZIN ist ein 2017 gegründetes christliches Onlinemagazin, das über Kirchen und Religionsgemeinschaften berichtet und Meinungen zu Kirche, Politik und Kultur bietet. Das Magazin beschreibt seine Autor:innen als junge Menschen mit theologischen Hintergründen, die sich in aktuelle Debatten der Religionspolitik einmischen und „kritisch und unterhaltsam“ über die Kirche berichten. Ihnen will man durch DIE EULE eine Plattform geben.

Originalartikel
„Die Betroffenen nicht allein lassen“
EULEMAGAZINIsolde KarlePhilipp Greifenstein
25.01.2021 · 2 Minuten · deutsch
Die Buzzard-Expert:innen haben diesen Artikel aus über 2.000 Medien für dich recherchiert und zusammengefasst, damit du in kurzer Zeit einen möglichst umfassenden Blick auf das Thema bekommst. Mehr...
Zum Artikel